Parkhausbau verzögert sich

Temeswar – Der Bau eines neuen Parkhauses in der Temeswarer Innenstadt verzögert sich. Wie die Pressestelle des Bürgermeisteramts Temeswar/Timișoara Mitte dieser Woche mitteilte, hat das Temescher Kreiskulturamt dem Projekt in der Phase der Genehmigung des Flächennutzungsplans (PUZ) eine negative Stellungnahme erteilt. Die Kommunalverwaltung kündigte an, eine erneute Prüfung der Unterlagen zu beantragen.

Das mehrstöckige Parkhaus ist in unmittelbarer Nähe des Bürgerparks geplant. Errichtet werden soll es auf einem Grundstück, das die Stadt nach einem Gerichtsverfahren von einer privaten Gesellschaft zurückerlangt hat. Das Projekt ist bereits im geltenden Allgemeinen Bebauungsplan (PUG) vorgesehen. Ein zusätzlicher PUZ war erforderlich, da das Baugrundstück eine unregelmäßige Form aufweist.

Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden im Genehmigungsverfahren zusätzliche Auflagen erhoben, darunter die Forderung nach einer präventiven archäologischen Untersuchung in dieser frühen Planungsphase sowie eine Ausweitung der Analyse auf angrenzende Bereiche, obwohl dort keine Bauarbeiten vorgesehen sind. Zudem wurde eine Reduzierung der Gebäudehöhe verlangt, obwohl diese den im PUG festgelegten Grenzwerten entspricht.

Die Stadt betont, dass das Parkhaus weder eine Verschattung der umliegenden Gebäude verursachen noch den Verkehr im Gebiet negativ beeinflussen werde. Die bestehende Bebauung sowie der Bürgerpark sollen unverändert bleiben. Ziel des Projekts ist es, die angespannte Parksituation im Zentrum zu entschärfen und gleichzeitig den historischen Charakter des Viertels zu wahren.

Parallel zum Genehmigungsverfahren bereitet das Bürgermeisteramt die Unterlagen für die eigentliche Investition vor. Das Vorhaben umfasst neben zusätzlichen Stellplätzen auch die Aufwertung des angrenzenden öffentlichen Raums, neue Grün- und Fußgängerflächen sowie Fahrradabstellmöglichkeiten. Im Erdgeschoss ist ein erhöhter Bereich für gewerbliche oder andere künftige Nutzungen vorgesehen. Die Zufahrt für Fahrzeuge soll über die Karl-Telbisz-Straße erfolgen.