Temeswar – Mit der Gründung der Föderation der multidisziplinären medizinischen Arbeitgeber Rumäniens (FEPAM) haben sich private Unternehmer aus dem Gesundheitswesen erstmals landesweit in einer gemeinsamen Interessenvertretung zusammengeschlossen. Zum Präsidenten der neuen Föderation wurde Dr. Adrian Bădescu, Gründer des MedLife Medici’s-Krankenhauses in Temeswar/Timișoara, gewählt. FEPAM ist Mitglied der Nationalen Konföderation für weibliches Unternehmertum (CONAF).
FEPAM vereint über 400 Mitglieder aus dem privaten Gesundheitssektor, darunter Anbieter medizinischer, zahnmedizinischer, rehabilitativer und bildgebender Leistungen. Ziel der Föderation ist eine einheitliche Vertretung der Branche sowie ein strukturierter sozialer Dialog auf Basis der medizinischen Berufsverbände.
Die Gründung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender struktureller Belastungen des rumänischen Gesundheitssystems. Während die Gesundheitsausgaben in Rumänien deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegen, gewinnt der private Sektor zunehmend an Bedeutung – auch international: Jährlich kommen über 20.000 ausländische Patienten nach Rumänien, was einen wirtschaftlichen Effekt von mehr als 125 Millionen Lei erzeugt.
Zu den prioritären Forderungen von FEPAM zählen eine faire Finanzierung nach dem Prinzip „Das Geld folgt dem Patienten“, die jährliche Anpassung der CNAS-Tarife an reale Kosten, einheitliche nationale Regelungen sowie die funktionale Reform der digitalen Abrechnungsplattform PIAS. „Der private Gesundheitssektor ist ein unverzichtbarer Partner für ein nachhaltiges Gesundheitssystem. FEPAM will aktiv an der Ausarbeitung öffentlicher Gesundheitspolitiken mitwirken und Investitionen in Infrastruktur, Technologie und Personal fördern“, erklärte Dr. Adrian Bădescu.
Mit FEPAM erhält der private Medizinsektor erstmals eine gemeinsame, nationale Stimme – mit dem Anspruch, die Zukunft der rumänischen Gesundheitsversorgung aktiv mitzugestalten. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Unternehmertum begrüßten die Initiative als wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz, Planungssicherheit und institutionellem Dialog im Gesundheitswesen.




