Temeswar (ADZ) – Die Temeswarer Technische Universität hat grünes Licht für drei Großprojekte im europäischen Förderrahmen IPCEI erhalten. Die Finanzierung stammt aus dem Wiederaufbauplan PNRR und umfasst insgesamt rund 173,7 Millionen Lei (etwa 34,7 Millionen Euro). Nach Angaben der Hochschule handelt es sich um die bisher größte strategische Investition in Forschung und Infrastruktur in ihrer Geschichte. Die Projekte laufen von 2026 bis 2028 und konzentrieren sich auf Mikroelektronik, fortgeschrittene Kommunikationstechnologien und Künstliche Intelligenz. Geplant ist der Aufbau von 19 neuen Forschungslaboren, darunter auch eine „Clean Room“-Infrastruktur für Arbeiten an integrierten Schaltkreisen. Mehr als 200 Forschende sollen beteiligt sein, darunter viele Masterstudierende und Promovierende.
Mit den Vorhaben will die Universität ihre Rolle als regionales Zentrum für technologische Innovation ausbauen. Partner sind unter anderem Aumovio (Continental Automotive) und NXP Rumänien. Der Fokus liegt auf Anwendungen für die Autoindustrie, etwa energieeffiziente Sensorik, eingebettete Systeme, Radar-Technologien sowie KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge.
Die Leitung der Temeswarer TU spricht von einem Schritt hin zu einem dauerhaften Forschungs- und Transfer-Ökosystem, das Wissenschaft und Industrie enger verzahnen soll. Die neuen Labore sollen auch in der Ausbildung genutzt werden und Studierenden Zugang zu aktueller Hightech-Ausstattung geben.




