Bericht: 2026 erneut kaum Wachstum, hohe Inflation

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Bukarest (ADZ) - Rumäniens Wirtschaft dürfte in diesem Jahr erneut nur um ein Prozent wachsen und höher als bisher erwartete Verbraucherpreisteuerungen erfahren. Im Rahmen des von den USA und Israel gegen den Iran gestarteten Krieges hat die italienische Großbank UniCredit seine Prognosen für die Region angepasst. Für 2026 wurden die Wachstumserwartungen für Rumänien um 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert, im kommenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes um nur noch 2,3 statt 3 Prozent wachsen und die Prognose für die jährliche Inflationsrate Ende 2026 wurde von 4 auf 6,7 Prozent erhöht. 

Laut dem von der Nachrichtenseite profit.ro zitierten Bericht dürfte Rumänien unter den neun analysierten Ländern in der Region im laufenden Jahr das zweitniedrigste Wachstum, lediglich vor der Slowakei, und die höchste Inflation verzeichnen. Polen soll mit 3 Prozent 2026 das höchste Wirtschaftswachstum aufweisen, vor Kroatien und Serbien (je 2,8 Prozent).

Gebremst werde das Wachstum in Rumänien von zurückgehendem privatem und staatlichem Konsum, während Investitionen und Nettoexporte kompensieren. Außerdem dürfte 2026 Rumäniens Haushaltsdefizit mit 6,2 BIP-Prozent das höchste nach Polen (6,5 BIP-Prozent) sein, 2027 sollte es auf 5,1 BIP-Prozent sinken. Das Leistungsbilanzdefizit werde leicht auf 6,4 BIP-Prozent 2026 und 6 BIP-Prozent 2027 sinken, so die Prognose. 

Das zugrunde liegende Szenario, von welchem die UniCredit für die Berechnungen ausgeht, setzt eine Fortsetzung des Krieges im Nahen Osten bei geringerer Intensität voraus. Angenommen wird dabei auch, dass bis zum Sommer die Straße von Hormus de facto geschlossen bleiben wird, der Ölpreis sich bis zur Jahresmitte auf 100 US-Dollar pro Barrel zubewegt und bis Jahresende weiter auf rund 90 Dollar zurückgeht.