Beschäftigungsrate in Rumänien 2025 niedriger als in Griechenland

Bukarest (ADZ) - Die Beschäftigungsquote unter 20- bis 64-jährigen Personen in Rumänien ist 2025 erstmals seit 2011 wieder um 0,5 Prozentpunkte auf 69,0 Prozent gesunken und liegt nun niedriger als in Griechenland (71%). Entsprechend am Freitag vom Europäischen Statistikamt Eurostat veröffentlichten Daten sind EU-weit nur in Italien mit 67,6 Prozent weniger Personen im arbeitsfähigen alter beschäftigt. Die höchsten Raten werden in Malta (83,6%), den Niederlanden (83,4%) und der Tschechischen Republik (82,9%) verzeichnet. 

EU-weit waren vergangenes Jahr 76,1 Prozent (+0,3 Prozentpunkte gegenüber 2024) der 20- bis 64-Jährigen beschäftigt, in absoluten Zahlen sind es 197,7 Millionen Menschen. Unter Männern lag die Beschäftigungsquote in der EU bei 80,9 Prozent und unter Frauen bei 71,3 Prozent. In den Ländern mit den niedrigsten Beschäftigungsraten sind die Geschlechterunterschiede auch am höchsten, die Kluft zwischen Männern und Frauen war in Italien mit 19,1 Prozent am höchsten, gefolgt von Rumänien (18,7%) und Griechenland (17,4%). In Rumänien waren vergangenes Jahr nur 59,5 Prozent der Frauen zwischen 20 und 64 Jahren beschäftigt, ein Rückgang um 0,8 Prozentpunkte zu 2024. 

Die offizielle Arbeitslosigkeit in Rumänien lag vergangenes Jahr mit 6,1 Prozent praktisch auf EU-Durchschnitt (6,0%) und deutlich niedriger als in Ländern mit höherer und teils deutlich höherer Beschäftigung, wie Spanien (10,5% Arbeitslosigkeit; 72,4% Beschäftigungsquote), Finnland (9,7%; 76,3%),Griechenland (8,9% Arbeitslosigkeit) oder Schweden (8,8% Arbeitslosigkeit; 81,8% Beschäftigung). Die allgemein von Eurostat verwendete Arbeitslosenquote wird unter 15- bis 74-Jährigen gemessen und bezieht sich auf die aktive Bevölkerung (die Beschäftigungsquote auf die Gesamtbevölkerung in der entsprechenden Altersgruppe).