Bukarest – Bukarest und mehrere Landeskreise im Süden und Osten des Landes wurden in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar von einem heftigen Wintereinbruch heimgesucht. In der Hauptstadt und in Ilfov, wo bis 8.20 Uhr eine Unwetterwarnung der höchsten Stufe (Code Rot) wegen Schneeregens galt, rückte die Feuerwehr über hundert Mal aus, und mehrere Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet, während eine 50 Zentimeter hohe Schneeschicht die Stadt überzog. Die Generalinspektion für Notfallsituationen (IGSU) teilte mit, dass 67 Ortschaften in 21 Landeskreisen und die Stadt Bukarest von Schneefall und Schneesturm betroffen waren, so hotnews.ro.
Bereits am Dienstag warnten alle Wetterberichte vor dem starken Schneefall. Spätestens am Mittwoch, um ungefähr 4.19 Uhr morgens, beziehungsweise in der Nacht, wurde ganz Bukarest nochmal auf das Problem aufmerksam gemacht. Denn das RO-Alert ging an. Dadurch wurde der Großteil des Stadt durch ein schreckliches Alarmgeräusch ihres Handys geweckt. In der RO-Alert-Nachricht wurde dann vor eben diesem Schneechaos gewarnt, was die Stadt an vielen Stellen lahmgelegt hat.
Betroffen war vor allem am Morgen auch der internationale Flughafen in Otopeni. Hotnews.ro berichtete: „Laut Flugdaten und einem Vertreter der Bukarester Nationalen Flughafengesellschaft (CNAB) finden am Mittwochmorgen keine Landungen oder Starts am internationalen Flughafen Henri Coandă statt.“ Auch das Zugnetz hat es erwischt: Am stärksten vom Schneesturm betroffen war die Bahnstrecke Bukarest – Ploiești, wo in der Nacht Bäume auf die Oberleitungsstrecke gestürzt waren.
Der Zugverkehr zwischen den beiden Städten wurde um 5 Uhr morgens unterbrochen. Mehrere Züge, die die Moldau und Siebenbürgen mit der Hauptstadt verbinden, hatten Verspätungen von über 250 Minuten, und auch bei der Abfahrt vom Gara de Nord gab es Züge mit 200 Minuten Verspätung. Trotzdem fuhr der Zugverkehr größtenteils.
Auch der Verkehr lief am Mittwoch insgesamt nur schleppend. Die großen Straßen wurden zwar zumeist geräumt, die Kleinen versanken jedoch im Schnee. Viele Autos blieben stecken und konnten zunächst nicht befreit werden. Oberbürgermeister Ciprian Ciucu appelierte an alle Bürger, nur in Notfällen das Haus zu verlassen und private Autos nicht zu benutzen. „Wir haben uns darauf konzentriert, den Zugang zu Krankenhäusern zu erleichtern, da es Probleme mit dem Zugang von Krankenwagen zu Krankenhäusern gab“, so der Bürgermeister.
Viele Fußgängerwege wurden dazu überhaupt nicht geräumt. Die Fußgänger traten zumeist kleine Passagen platt, durch die dann alle Menschen vorsichtig stapften.
Darüber hinaus sind auch einige Bäume, unter anderem auf Straßen, umgestürzt. „Zwischen 6 und 8 Uhr wurden in Bukarest 157 Einsätze durchgeführt, 169 Bäume wurden beschädigt und 107 Autos in Mitleidenschaft gezogen“, so Buletin de București am Morgen. Doch es ging natürlich weiter: „Zwischen 8 und 9 Uhr wurden in Bukarest 160 Einsätze durchgeführt, um 183 umgestürzte Bäume, 74 beschädigte Autos, zwei umgestürzte Strommasten und drei beschädigte Stromleitungen zu beseitigen“, so die Internetseite.





