Finanzwerte-Index macht Börsenwoche Strich durch die Rechnung

Die rumänische Börse hätte ihren vor zwei Wochen begonnenen Aufwärtstrend fortgeführt, hätte der Finanzwerte-Index BET-FI nicht ein Minus von 2,99 Prozent auf 101.111,01 Punkten verbucht – und damit drei Schwellen unterschritten. So vermieste die Performance des BET-FI den Durchschnitt der rumänischen Indizes auf minus 0,3 Prozent. Die übrigen wichtigen Indizes schlossen die vergangene Handelswoche mit leichten Gewinnen. Allen voran der Energiewerte-Index BET-NG, der in der vergangenen Woche 0,9 Prozent zulegte und somit als einziger einen neuen Höchststand bei 2166,31 Zählern feierte. Der Hauptindex BET legte 0,16 Prozent auf Wochensicht zu und schloss am vergangenen Freitag bei 29.289,67 Punkten, der BETPlus stieg um 0,17 Prozent auf 4237,37 Punkte. Der ROTX überschritt eine Schwelle bei 66.000 Punkten, konnte auf Wochensicht 0,26 Prozent zulegen und schloss bei 66.084,33 Punkten.

Aktienumsatz runter, Anleihenumsatz rauf

Der Aktienumsatz verringerte sich im Vergleich zur Vorwoche um 22,1 Prozent auf 350,89 Millionen Lei. Den Großteil trug die Banca Transilvania S.A. (TLV, 37,64 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) bei, mit einem Wochenumsatz von 85,9 Millionen Lei (24,5 Prozent vom Gesamtumsatz). An zweiter Stelle stand die BRD – Groupe Société Générale S.A. (BRD, Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) mit einer Anleihenemission. Sie brachte es damit auf ein Umsatzvolumen von 56 Millionen Lei. Der Treibstoffkonzern OMV Petrom S.A. (SNP, 29,6 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) schaffte es mit einem Volumen von 47,7 Millionen Lei auf Platz drei. Der Erdgaserzeuger S.N.G.N. Romgaz S.A. (SNG, 12,78 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) brachte es auf 34,2 Millionen Lei (9,75 Prozent vom Gesamtumsatz). Am vergangenen Mittwoch schnellte der Umsatz bei Anleihen in die Höhe, allerdings stand nicht die BRD dahinter. Das rumänische Finanzministerium brachte seine neue Fidelis-Anleihenemission auf den Markt, der Umsatz mit staatlichen Anleihen lag bei 1,93 Milliarden Lei.

Neue Allzeithochs

Von den 87 am Hauptmarkt der rumänischen Börse gehandelten Emittenten mussten in der vergangenen Handelswoche 39 Kursverluste hinnehmen. Diese hielten sich jedoch in Grenzen, den höchsten Verlust registrierte dabei die Erste Group Bank AG (EBS, 506,5 Lei, ISIN AT0000652011): minus 8,1 Prozent. Denen standen 34 Emittenten gegenüber, die Gewinne verbuchten. Hier registrierte ein einziger Emittent einen Wochengewinn im zweistelligen Prozentbereich. Die Aktien des Maschinenbauers Uztel S.A. (UZT, 1,1 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5) legten in der vergangenen Woche 15,8 Prozent zu. Das Immobilienunternehmen Bucur SA (BUCV, 1,3 Lei, ISIN ROBUCVACNOR6) stand mit einem Wochenplus von 8,33 Prozent an zweiter Stelle. In dieser eher unspektakulären Börsenwoche schafften es dennoch drei Emittenten, neue 52-Wochen-Höchststände zu erreichen. Dabei handelt es sich um den Börsenbetreiber Bursa De Valori București SA (BVB, 52,4 Lei, ISIN ROBVBAACNOR0) dessen Aktien bei 52,8 Lei einen neuen Höchststand feierten und die Woche mit einem Wochenplus von 6,94 Prozent abschlossen; der Stromerzeuger S.P.E.E.H. Hidroelectrica S.A. (H2O, 160 Lei, ISIN RO4Q0Z5RO1B6) kam auf bis zu 165 Lei je Aktie bevor er die Woche mit einem Plus von 0,63 Prozent abschloss und am Freitag drei Prozent unter dem neuen Höchststand schloss; der Erdgaserzeuger S.N.G.N. Romgaz S.A. schließlich konnte sich ebenfalls über einen neuen Höchststand bei 13,16 Lei freuen. Auf Wochensicht legten die Aktien 0,63 Prozent zu.

Die durchschnittliche Marktkapitalisierung ging im Vergleich zur Vorwoche um 2,11 Prozent auf 580,2 Milliarden Lei zurück, lag  damitjedoch immer noch über dem Wert der ersten Aprilwoche (562 Milliarden Lei) und deutlich über dem Durchschnitt des Vormonats März (550 Milliarden Lei).

Devisen

In der vergangenen Woche tauschten Euro und US-Dollar die Plätze im Vergleich zur Vorwoche. Der Euro, der in der Vorwoche noch 0,09 Prozent zugelegt hatte, verlor in der vergangenen Woche fast 0,12 Prozent. Der US-Dollar hatte in der Vorwoche noch 0,9 Prozent gegenüber dem Leu verloren. In der vergangenen Woche machte er den Verlust fast wieder wett und legte 0,8 Prozent zu. Am gestrigen Montag, dem letzten April-Montag, startete der Euro bei 5,0928 Lei in die neue Handelswoche; der US-Dollar ging bei 4,358 Lei in den Handel. 


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