Tschiklowa – Christliche Jugendliche verschiedener Konfessionen haben sich am vergangenen Samstag, dem 21. März, zu einer besonderen Wallfahrt, die vom Kloster Călugăra bis zur Wallfahrtskirche Maria Tschiklowa/Maria Fels geführt hat, versammelt. Diese gemeinsame Pilgerreise war nicht nur ein Ausdruck des Glaubens, sondern auch ein Zeichen der Einheit zwischen römisch-katholischen, griechisch-katholischen und orthodoxen Gläubigen, hieß es im Nachhinein seitens der Pressestelle der Römisch-Katholischen Diözese Temeswar/Timișoara.
Jugendliche aus der Diözese Temeswar, der griechisch-katholischen Diözese Lugosch/ Lugoj sowie der orthodoxen Diözese Karansebesch/Caransebeș nahmen daran teil. Begleitet wurden sie von dem römisch-katholischen Bischof von Temeswar, Josef Csaba Pál, dem griechisch-katholischen Bischof von Lugosch, Ioan Călin Bot, und dem orthodoxen Bischof von Karansebesch, Lucian Mic.
Die Wallfahrt begann am Sommeraltar des Klosters Călugăra mit einer feierlichen Segnungsandacht, die von Bischof Lucian Mic zelebriert wurde. In einer ruhigen und besinnlichen Atmosphäre stimmten sich die Teilnehmer auf den gemeinsamen Weg ein. Anschließend machten sich alle zu Fuß auf den Weg nach Maria Tschiklowa. Dabei trugen sie die drei Ikonen der Gottesmutter mit sich, die in den Kirchen von Călugăra, Maria Fels und Scăiuș verehrt werden. Die Ikonen symbolisierten die spirituelle Verbindung zwischen den verschiedenen Gemeinschaften.
Der Weg selbst wurde zu einem intensiven Erlebnis des Glaubens. An mehreren Stationen hielten die Jugendlichen inne, um gemeinsam zu beten und zu singen. Die römisch-katholischen Jugendlichen brachten sich aktiv ein, indem sie Meditationen zu einzelnen Stationen des Kreuzwegs vorbereiteten. Darüber hinaus wurde auch der Rosenkranz gebetet.
Viele Teilnehmer beschrieben die Pilgerreise als eine wertvolle Gelegenheit, dem hektischen Alltag zu entfliehen und zur inneren Ruhe zu finden. So berichtete eine Schülerin: „Es war eine schöne und beruhigende Erfahrung. Da es die erste Wallfahrt war, an der ich teilgenommen habe, fühlte ich eine innere Ruhe, eine Wohltat für meine Seele, eine Loslösung von Technologie und Stress.“ Auch ein anderer Teilnehmer zeigte sich begeistert von der Erfahrung: „Mir hat die Wallfahrt sehr gut gefallen, die Aussicht und die Schönheit von Călugăra, und besonders der orthodoxe Chor während des Gottesdienstes.“
Ein eindrucksvoller Moment war die Ankunft in der Kirche von Maria Tschiklowa. Dort fand ein geistlicher Programmpunkt statt, der vom römisch-katholischen Bischof Josef Csaba Pál geleitet wurde. Gemeinsam mit den Gläubigen sprach er ein Gebet zur Jungfrau Maria und lud alle zur Andacht ein. Die Kirche selbst, ein seit Jahrhunderten bekannter Wallfahrtsort, wurde den Teilnehmern durch den Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, Erwin Josef Țigla, auch historisch nähergebracht.
Am Ende der Wallfahrt erteilten die drei anwesenden Bischöfe den Anwesenden den Segen. Die Pilgerreise klang in einer Atmosphäre der Gemeinschaft und Freundschaft bei einer gemeinsamen Agape im Hof der Kirche aus.





