Gravierender Vorfall: Russische Drohne über Galatzer Anwesen abgestürzt

Die Kamikaze-Drohne vom Typ Geran 2 war mit Sprengstoff beladen

Mehr als 500 Bewohner des Galatzer Stadtbezirks Bariera Traian wurden evakuiert, bevor die Überreste der mit Sprengstoff geladenen Kamikaze-Drohne vom Typ Geran 2 auf ein freies Feld gebracht und dort detoniert wurden. | Foto: Inquam Photos

Galatz/Bukarest/Kiew (ADZ) – Ein massiver russischer Luftangriff auf die städtische Infrastruktur der Ukraine hat am Wochenende im kriegsgebeutelten Nachbarland Tote, Verletzte und schwere Schäden verursacht und erstmals auch hierzulande zu Sachschäden geführt: Eine russische Kampfdrohne stürzte über dem Galatzer Stadtbezirk Bariera Traian ab und beschädigte dabei den Anbau eines Anwesens sowie einen Strommast, die Bewohner des Anwesens kamen glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Bei dem unbemannten Flugobjekt handelte es sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums um eine mit Sprengstoff beladene russische Kamikaze-Drohne vom Typ Geran 2, weswegen die Behörden kurzweilig mehr als 500 Anrainer evakuieren ließen, bevor der Katastrophenschutz die Drohnenüberreste samt Sprengstoffladung auf ein freies Feld brachte, wo sie detoniert wurden. Überreste zweier russischer Drohnen wurden am Samstag und Sonntag auch unweit von Văcăreni, Kreis Tulcea, gefunden – allerdings ist noch unklar, ob sie älteren oder jüngeren Datums sind. 

Präsident Nicușor Dan verurteilte in einer ersten Reaktion Russlands „unverantwortliches Verhalten“, durch das hierzulande Menschenleben gefährdet würden, obwohl Rumänien ein NATO-Staat und nicht Teil des Konflikts sei. Seinerseits verurteilte Premier Ilie Bolojan (PNL) Russlands wiederholte Verstöße gegen das Völkerrecht, während das Außenamt prompt den russischen Botschafter in Bukarest, Wladimir Lipajew, einbestellen ließ, um wegen der erfolgten Verletzung der Souveränität unseres Landes zu protestieren. Außenministerin Oana Țoiu (USR) sagte anschließend, der Botschafter habe sich erstmals außerstande gesehen zu bestreiten, dass es sich dabei um russische Drohnen gehandelt habe.