Die INITIATIVE WIRTSCHAFT, wie sich der europäische Verein kurz nennt, wurde am 6. September 1996 in Bonn gegründet, angestoßen von Prof. Dr. Otto Strecker. Man wollte, von Anfang an, christliche Unternehmerinnen und Unternehmer aus Deutschland und Mittel- und Osteuropa miteinander vernetzen, sie in ihrer Selbstständigkeit stärken und einen vertrauensvollen Austausch von Erfahrungen ermöglichen. Die Gründungsmitglieder – Selbstständige, Politiker und Theologen aus Deutschland – suchten dabei bewusst die Nähe zur evangelischen Kirche, um tragfähige Kontakte über Ländergrenzen hinweg aufzubauen.
Um das gesteckte Ziel zu erreichen, wurden zwei Wege beschritten. 1. innerdeutsche Regionaltagungen zu wirtschaftlichen und gesellschaftsrelevanten Themen, um evangelische Unternehmer zu vernetzen, 2. ein Hospitationsprogramm, durch das Selbständige aus den ehemaligen Ostblockstaaten in einem deutschen Unternehmen lernen konnten. Zusammengeführt wurden die beiden Wege in der gemeinsamen Jahrestagung. Da konnten die Absolventen des Hospitationsprogramms ihre Erkenntnisse und Ergebnisse vorstellen und zusammen mit ihren Gastgebern – oft Initiativemitglieder – Gemeinschaft haben und sich einem Fachthema der Wirtschaft und des Unternehmertums widmen.
Mit den gesellschaftlichen Veränderungen in Mittel- und Osteuropa veränderte sich der Fokus – weg von einseitiger Unterstützung hin zu Partnerschaft auf Augenhöhe. Entsprechend lautet der Gesamttitel des Vereins heute: „Initiative für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft“, ohne den Untertitel „Mittel und Südosteuropas“. Und in den ehemaligen Ostblockländern entstehen eigne Regionalgruppen zur Vernetzung der Unternehmer evangelischer Prägung.
INITIATIVE in Siebenbürgen
Auf der Initiative-Jahrestagung 2024 in Ingolstadt gab Pfarrer Peter Klein die Gründung der Regionalgruppe Siebenbürgen bekannt. Im Vorfeld waren viele Gespräche über Ziele, Mittel, Motivation und Notwendigkeiten mit Richard Sterner geführt worden, später gesellte sich noch Cătălin Mureșan zum Organisationsteam hinzu. Alle drei waren einst über das Hospitationsprogramm zur Fortbildung in Deutschland gewesen, Cătălin Mureșan hatte auch den Initiative-Preis gewonnen. Gemeinsam wurde die erste Regionaltagung für den 5. Februar 2026 in Kronstadt angesetzt.
Pünktlich um 17:30 trafen sich 21 deutsch sprechende Teilnehmer aus ganz verschiedenen Branchen und Orten Siebenbürgens im Kapitelzimmer der Honterusgemeinde. Sie lauschten der Kurzvorstellung von Initiative Wirtschaft und Regionalgruppe durch C²t²lin Mure{an und Richard Sterner, genossen eine evangelische Andacht mit Pfarrer Claudiu Riemer und einem sachlichen Vortrag mit Diskussion von Andreas Philippi zum Thema „Software für kleine Unternehmer“. Den musikalischen Part übernahmen die Burzenbläser, die Leitung der Tagung oblag Pfarrer Peter Klein. Ab 20 Uhr wurden die beruflichen und teils auch persönlichen Gespräche bei einem gemeinsamen Abendessen vertieft.
Wer und was wir sind – in Stichworten…
l keine juristische Person; keine offiziell gegründete Zweigniederlassung; also gibt es keine Mitgliedschaft, keine Jahresbeiträge, keine Haftung;
l kein Wirtschaftsklub oder Ähnliches; keine Lobby, keine Advocacy;
l eine Vortragsreihe mit Fokus auf Netzwerkpflege, evangelischer und wirtschaftlicher Orientierung;
l eine Diskussionsplattform zur Förderung von Verantwortung und Selbstständigkeit im Berufsleben;
l gegründet auf christlichen (evangelischen) Prinzipien und Werten und zur Stärkung des Europäischen Bewusstseins;
l in der Sprache: Deutsch, auch wenn es nicht immer einfach ist.
Wen wir erreichen wollen:
l Kleinbetriebe (Handwerker, Landwirte, Berater, Buchhalter, usw.)
l Freigeister (Musiker, Künstler usw.);
l Pfarrer und weltliche Angestellte in Führungspositionen der evangelischen Kirche in Rumänien, sowie in sozialen oder gemeinnützigen Einrichtungen;
l Alle, die selbständig werden wollen oder es schon sind.
Wer wir bis jetzt sind:
l Eine Handvoll mehr oder weniger charismatisch begabter Freiwilliger, mit mehr oder weniger Initiativen und Ideen, mit Erfahrung aus dem Hospitationsprogramm und dem europäischen Mutterverein;
l mittlerweile 2 Preisträger des Otto Strecker Preises (vormals Initiative-Preis), der für besondere wirtschaftliche Leistungen und gleichzeitigem kirchlichem Engagement verliehen wird.
Was wir wollen:
l regional in Siebenbürgen: 1-2 Tagungen im Jahr;
leinen offenen E-Mailverteiler der Teilnehmer und Interessierten;
l Digitale Medien (www, Xing usw.), aber keine Whatsappgruppen.
l zentral in Europa: Know-How Transfer und wirtschaftliche Vernetzung (Ost-West; Nord-Süd)
Was uns heuer noch erwartet?
l vom 15. bis 20. April eine Begegnung direkt mit Initiative-Mitgliedern vom europäischen Mutterverein aus Deutschland. C²t²lin Mure{an organisiert die sogenannte „Initiative-Reise“ durch Siebenbürgen, die unsere Deutschen Partner von Hermannstadt bis hin nach Petersberg bringen wird. Dort feiern wir am 19.4. um 11 Uhr gemeinsam einen Festgottesdienst.
l vom 3.-5. Juli ein Bläserwochenende in Petersberg. Es ist gleichzeitig Kooperation und Vernetzung der Burzenbläser mit dem Bläserensemble der INITIATIVE WIRTSCHAFT und anderen blasbegeisterten Freiwilligen aus Europa.
l vielleicht eine zweite Regionaltagung im Herbst, wobei Datum, Ort und Thema noch nicht feststehen.
Weiterführende Informationen erhältlich bei einem der drei Organisatoren.
Cătălin Mureșan, Richard Sterner und Peter Klein





