INS bestätigt Einbruch der Wirtschaftsleistung Ende 2025 – leichte Korrekturen

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Bukarest (ADZ) - Das Nationale Statistikamt (INS) hat am Freitag in einer erneuten Schätzung den Einbruch der Wirtschaftsleistung im letzten Quartal des vergangenen Jahres bestätigt. Zum Vorquartal ist das Bruttoinlandsprodukt Rumäniens im Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 um 1,9 Prozent gesunken (saisonbereinigte Daten), gegenüber demselben Zeitraum 2024 lag der Rückgang bei 1,5 Prozent – eine leichte Revision der Daten gegenüber der Schnellschätzung Mitte Februar, als noch von minus 1,6 Prozent ausgegangen wurde. Außerdem wurden leichte Korrekturen für das Gesamtjahr 2025 – plus 0,7 statt 0,6 Prozent Wachstum – sowie für die Abbremsung im ersten Quartal 2025 gegenüber dem letzten 2024 – minus 0,5 statt 0,6 Prozent – vorgenommen. 

Im letzten Quartal des Jahres liegen beim Betrachten der Entstehungsseite spürbare Rückgänge zum Vorquartal unter anderem in der Industrie (minus 7,7 Prozent), Bauwesen (-11%) sowie im gesamtwirtschaftlichen weniger gewichtigen Bereich von Kultur- und Freizeitveranstaltungen, (-22,4%) vor. Außerdem gibt es ein Minus von fünf Prozent im weit gefassten Sektor Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Am meisten gewachsen sind die Landwirtschaft (+5,9%) und das Immobilienwesen (+2,4%); es handelt sich jeweils um nach Saison und Arbeitstagen bereinigte Daten. Auf der Verwendungsseite liegt im vierten Quartal 2025 ein Rückgang von 1,1 Prozent beim Konsum der Haushalte und außerdem ein Minus von 4,7 Prozent bei Bruttoinvestitionen vor. Der Außenhandel war zwischen Oktober und Dezember 2025 gegenüber dem Vorquartal auch im Minus, die Importe sind stärker zurückgegangen als die Exporte. 

Über das Gesamtjahr 2025 haben von der Entstehungsseite her berechnet zum bescheidenen Wachstum von 0,7 Prozent das Bauwesen, die Landwirtschaft und der Informations- und Kommunikationssektor beigetragen. Gebremst haben der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie weiter Dienstleistungen. Die Industrie blieb zum Vorjahr praktisch unverändert. Nach Verwendungsrechnung waren Privatkonsum und Bruttoinvestitionen im Plus, während Außenbeitrag und die Konsumausgaben des Staates die Wirtschaft gebremst haben.