Temeswar – Die Erwerbung des Mühle-Hauses von der TU „Politehnica“ (UPT) kürzlich für 2,38 Millionen Euro (die ADZ berichtete) sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Dem Vorhaben für die Restaurierung und Umgestaltung des denkmalgeschützten Gebäude in einem Bildung- und Kulturhub schließt sich auch der Temescher Kreisrat an.
Der Kreisratsvorsitzende Alfred Simonis bezeichnete den Rückkauf als Korrektur einer „historischen Ungerechtigkeit“. Als ehemaliges Wohnhaus der berühmten Gärtnerfamilie Mühle, Hoflieferanten des Kaiserhauses in Wien und Schöpfer des Temeswarer Rosenparks, sei das Haus ein Symbol für die Identität der Stadt. Somit entschied der Kreisrat, die Universität in ihrem Vorhaben zu unterstützen, „dem Mühle-Haus seine Würde, Rolle und seinen Platz im Gedächtnis der Stadt zurückzugeben“, sagte er. Derzeit werden die rechtlichen Voraussetzungen für eine direkte Beteiligung am Projekt gesucht. Simonis erinnerte zudem an weitere Kooperationen zwischen dem Kreisrat und der TU „Politehnica“, darunter die Unterstützung des Politehnica-Fußballvereins sowie das Projekt der „kleinen Mehrzweckhalle“ in der Podeanu-Straße, an dem auch die Stadtverwaltung beteiligt ist.
Die Universität will nun nach dem Erwerb das Gebäude gemeinsam mit Fachleuten, einschließlich der Rekonstruktion des ursprünglichen Gartens, restaurieren. Auch die Stadtverwaltung hatte Interesse am Ankauf, verzichtete jedoch wegen des ursprünglich höheren Verkaufspreises, 3,7 Millionen Euro. Das Gebäude auf dem Mihai-Viteazu-Boulevard Nr. 3 befindet sich heute in einem besseren Zustand als vor einigen Jahren, als es durch die Vernachlässigung der alten Besitzer stark beschädigt war. Erst ein Gerichtsbeschluss hatte den damaligen Eigentümer zur Sanierung verpflichtet.




