Klausenburg – Dass die Tickets zum stolzen Einheitstarif von 250 Lei verkauft werden, ist für diesmal in der Tat nicht nur dem schier erdrückenden Wohlstand in Klausenburg/Cluj geschuldet: im Hof des Bánffy-Palais und Kunstmuseums spielt Samstag, am 9. Mai, um 18.30 Uhr Bukarester Mihai Bisericanu vom Bulandra-Theater die regionale Premiere des Einmannstücks „Johnny – Mr. Jazz of Romania“ von Poet, Dramaturg und Universitätsprofessor Mihai Ignat aus Kronstadt/Brașov. Die Musik am Solokontrabass dazu steuert kein Geringerer als Michael Crețu (68) persönlich bei, selber auch Künstler und Intendant von Weltruhm und Neffe des 2011 im Alter von 79 Jahren verstorbenen „Mr. Jazz of Romania“, wie US-Amerikaner und Kritiker Leonard Feather den bürgerlich als Răducan Crețu 1931 zur Welt gekommenen Ausnahmekönner höchst verdient betitelt hatte. Alles, was Komponist und Interpret Michael Crețu zu Ehren seines Onkels in Absprache mit Textautor Mihai Ignat in die Theatervorstellung einbringt, deckt die Folklore, den Jazz und den ernsten Charakter zeitgenössischer Musik des 20. und 21. Jahrhunderts im klassischen Sinne gleichermaßen ab. Auch hätte zur Vorstellung in Klausenburg, wo sich Johnny Răducanu als Jugendlicher am städtischen Musikgymnasium Rüstzeug vor seiner Studienzeit in Bukarest holte, keine bessere Kulisse als der Innenhof des Bánffy-Palais gewählt werden können. Bereits 1987 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Louis-Armstrong-Akademie von New Orleans verliehen, und Neffe Michael Crețu seinerseits hat sich auf der Karriereleiter bis in die Aufnahme-Studios auf der Abbey Road in London für das Spitzenlabel „Decca“ gearbeitet. Von daher fallen die 250 rumänischen Lei für eine Eintrittskarte zur Aufführung des Einmannstücks „Johnny – Mr. Jazz of Romania“ unter Mitwirkung zweier Protagonisten im ultrazentralen Klausenburg doch nicht zu überteuert aus, zumal auch Akteur Mihai Bisericanu seit ungefähr vier Jahrzehnten schon etliche Auftritte als Pianist und Gitarrist in der U-Musik-Szene in seinem Lebenslauf stehen hat. Hauptpartner der Veranstaltung am Abend des Europatags bei hoffentlich gutem Wetter ist die Agentur „Proud to be Romanian“ mit ausgesprochen breiter Agenda, und zum Programm zählt auch das Vorstellen der zwei CDs „Johnny“ (2022 in Trio-Formation eingespielt) und „The Byzantium Connection“ (2019, Solokontrabass), mit denen Michael Crețu seine Begabung und Meisterschaft belegt. Eintrittskarten für den Termin unter freiem Himmel im Klausenburger Kunstmuseum stehen auf dem Portal iabilet.ro zur Buchung frei.





