Neue Entdeckungen auf dem Hermannstädter Osterbasar

Klaus Göbbel am Stand des Elimheims aus Michelsberg. Direkt nebenan gab es die Produkte aus Kerz zu kaufen.

Bei Hanklich und Krapfen am Kuchenbuffet: Iuliana Lambru, Christine Spack, Beatrice Ungar, Konsulin Wiebke Oeser, Christine Manta-Klemens, Raluca Oprișiu und Lucia Reisenauer (v.l.n.r.) Fotos: Aurelia Brecht

Organisatorin Hildrun Schneider (links) und Rosemarie Henrich (rechts) am Stand des Hermannstädter Handarbeitskreises

Hermannstadt – Buntes Treiben herrschte am vergangenen Samstagvormittag auf dem Osterbasar der Handarbeitskreise: Im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums präsentierten verschiedene Anbieter wieder ihre Osterwaren zum Verkauf.

Teilgenommen haben die Handarbeitskreise aus Hermannstadt/Sibiu, Neppendorf/Turniöor und Kerz/Cârța – einige soziale Einrichtungen wie das „Offene Haus“ und die Diakoniewerkstatt waren ebenfalls vertreten. Zum ersten Mal präsentierte sich auch der Kindergarten des Hermannstädter Forums mit seinen Auslagen.

Am Stand des Elimheims von Michelsberg/Cisnădioara bot Klaus Göbbel neue Kreationen an: Er ist seit über drei Jahren in der Institution aktiv und hat vor einem Monat die dortige Leitung übernommen: „Wir haben wieder einmal neue Kooperationen hinzu gewonnen“, erzählt er. „Ganz neu haben wir die Salze: Eine Dame aus Michelsberg hat dort zu einem Wanderweg verschiedene Stationen ausgewählt und dazu jeweils ein Salz ohne Farbstoffe und Zusätze kreiert. Da gibt es dann die Salze Silberbach, Rosengarten oder den Scharfen Sox.“ Auch Kerzen und Schmuck hatte man am Stand neu im Programm: „Am 18. April veranstalten wir in Mediasch/Mediaș einen Upcycling-Schmuck-Workshop. Wir sind sehr vielfältig geworden“, erzählt Klaus Göbbel. Es sei ihnen wichtig, auch anderen Produzenten eine Plattform zu bieten und deren Produkte zu präsentieren.

Im Kerzer Handarbeitskreis ist Klaus Göbbel sozusagen als „Head of Design“ aktiv: Im Moment kommen dort 17 Mitglieder zusammen und treffen sich ein- bis zweimal pro Woche. „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt er. Auf diese Weise entstünden außergewöhnliche Sachen: Der Renner am Stand waren an diesem Tag Ohrringe aus altem Maßband. Über-haupt stellt man viel aus alten Stoffresten und übriggebliebenen Material her.

Auch an den anderen Ständen konnte man wieder Handgemachtes, Gebasteltes und Gebackenes erstehen: Österliche Honigkekse, Osterdekoration, Seifen, Gestecke, Kerzen sowie Handgesticktes und Gehäkeltes für Groß und Klein waren zu haben. Der Stand von Neppendorf bot handgemalte Oster-Grußkarten von Juliane Topârceanu an.

Hildrun Schneider, Referentin am Siebenbürgenforum für den Kontakt zu den Mitgliedern der deutschen Gemeinschaft im Kirchenbezirk Hermannstadt, organisierte den Osterbasar nun das dritte Jahr in Folge, gemeinsam mit Anita Pavel vom Hermannstädter Forum. Hildrun Schneider freut es, wenn der Basar gut besucht ist: „Es ist mir wichtig, dass sich die Leute wohl fühlen, dass sie diese bunte Vielfalt genießen, dass die Stimmung gut ist und dass auch unsere Anbieter zufrieden nach Hause gehen.“ Der Erlös geht in diesem Jahr an das Hermannstädter Kinderhospiz Dr. Carl-Wolff.