Rumänische Börse legt schon einmal Traummonat hin mit neuen Rekordständen


Wieder brachte die rumänische Börse eine gute Woche hinter sich, wobei dies vorrangig für den ersten Teil der Woche gilt. Am vergangenen Mittwoch erreichten der Hauptindex BET, der BETPlus, der Finanzwerte-Index BET-FI, der in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse berechnete ROTX und der Energiewerte-Index BET-NG neue Höchststände – schon zum zweiten Mal in diesem Jahr! Allerdings schlossen die beiden letztgenannten Indizes die letzte Handelswoche im Januar mit leichten Verlusten, so dass sich ein uneinheitliches Wochenbild bei den Indizes zeigte. Immerhin schaffte es der BET erstmalig über die 28.000-Punkte-Marke, während der BET-FI die 105.000-Punkte-Marke knackte. Dafür fiel der BET-NG, am Mittwoch noch bei 2056,12 Punkten, am Freitag unter die 2000-Punkte-Marke.

Energiewerte beflügeln den Wochenumsatz

Umsatzmäßig beflügelte der Erdgaserzeuger S.N.G.N. Romgaz S.A. (SNG, 11,32 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) den Wochenumsatz, als allein am vergangenen Donnerstag SNG-Aktien für fast 129 Millionen Lei gehandelt wurden, was knapp 41 Prozent des Tagesumsatzes entsprach. Die Aktien verloren zwar auf Wochensicht (minus 2,4 Prozent), erreichten aber in der vergangenen Handelswoche ihr neues Allzeithoch bei 11,94 Lei. Der Wochenumsatz lag bei 880,76 Millionen Lei, der Handel mit SNG-Aktien belief sich auf 163,8 Millionen Lei. Damit stand der Erdgaserzeuger in dieser Woche an der Spitze der umsatzstärksten Aktien. Mit 160,9 Millionen Lei folgte der Treibstoffkonzern OMV Petrom (SNP, 1,017 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) an zweiter Stelle, erst danach kam der bisherige Platzhirsch Banca Transilvania (TLV, 32,44 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit seinem Wochenumsatz von 152,8 Millionen Lei. Der diesmal Viertplatzierte, Transilvania Investments Alliance S.A. (TRANSI, 0,588 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8), sorgte mit einem Sonderdeal am Freitag über 63,8 Millionen Lei für Umsatz. Mit Ausnahme der Investmentgesellschaft gehören alle hier genannten Emittenten zu den 38 Verlierern der Woche.
Gewinner und Verlierer fast gleichauf

Die Gewinnerseite zählte nur einen Emittenten weniger, dafür aber drei, deren Wochengewinne im zweistelligen Prozentbereich lagen. Der Hersteller und Vertreiber von Konsumgütern Aquila Part Prod Com (AQ, 1,77 Lei, ISIN RO7066ZEA1R9) legte auf Wochensicht 10,62 Prozent zu, schloss aber 7 Prozent unter dem neuen Allzeithoch von 1,9 Lei. Die Aktien des Pipelineherstellers Condmag S.A. (COMI, 0,015 Lei, ISIN ROCOMIACNOR3) legten auf Wochensicht 11,11 Prozent und der Gesundheitsdienstleister Medlife S.A. (M, 13,18 Lei, ISIN ROMEDLACNOR6) feierte ein neues Allzeithoch bei 14,42 Lei und schloss die Woche mit einem Plus von 11,13 Prozent.

Rekord bei neuen Allzeithochs

Dass die vergangene Handelswoche eher wild war, darauf lässt ein Blick auf die Liste der neuen Allzeithochs schließen. Rekordverdächtige 28 Emittenten erreichten in der vergangenen Woche neue Höchststände ihrer Aktienkurse. Allerdings scheint es bei manchen stürmisch zugegangen sein, so schlossen die Aktien des Herstellers von Betonfertigteilen PREFAB S.A. (PREH, 2,54 Lei, ISIN ROPREHACNOR7) am Freitag bei 2,54 Lei mit einem Tagesverlust von 14,8 Prozent, nachdem sie im Laufe des Tages bei 3,42 Lei einen neuen Rekordwert erreicht hatten. Auf Wochensicht verloren die Aktien 4,51 Prozent. Ähnlich erging es dem Stromerzeuger Societatea Energetic˛ Electrica S.A. (EL, 31,8 Lei, ISIN ROELECACNOR5) und dem Pharmahersteller Ropharma SA (RPH, 0,202 Lei, ISIN ROIAFRACNOR4), allerdings belaufen sich deren Abschläge auf die jeweiligen neuen 52-Wochen-Hochs bei 10 beziehungsweise 11 Prozent.

Kurzer Monatsrückblick

Auf Monatssicht wiederum entzückt das dargebotene Bild die Anlegerherzen. Die wichtigsten rumänischen Indizes stiegen im Durchschnitt um 6,76 Prozent, ein sehr gutes Ergebnis, gestützt auf ein Plus von 11,6 Prozent des Finanzwerte-Index. Zu den Spitzenwerten vom vergangenen Mittwoch würde das Monatsplus sogar bei knapp 10 Prozent liegen im Durchschnitt, der BET-FI käme auf ein Plus von 14 Prozent.

Devisen

Auch der Devisenmarkt gab in der letzten Januarwoche ein uneinheitliches Bild ab. Der Euro legte weiter leicht zu gegenüber dem rumänischen Leu, das Plus auf Wochensicht betrug 0,0018 Lei oder 0,035 Prozent. Damit nähert sich der Euro weiter der 5,1-Lei-Marke. Der US-Dollar hingegen gab stark nach, auf Grundlage der aktuellen Dollar-Schwächung durch das wirtschaftspolitische Gebaren der US-amerikanischen Regierung. Die Entwicklung ist keineswegs Ergebnis einer Stärkung des rumänischen Leu. Der Greenback gab auf Wochensicht 1,54 Prozent nach. Auch auf Monatssicht bietet sich ein ähnliches Bild. Der Euro stieg im Januar um 0,14 Prozent, der US-Dollar verlor fast 2,2 Prozent.


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