Hermannstadt – Der Beginn der ersten Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen (DFDS) am Samstag, dem 28. März, stand im Zeichen einer besonderen Ehrung: Nicoleta Romoșan, langjährige Kulturreferentin am DFDS, wurde vom Vorstand des Regionalforums nach zwei erfolgreichen Arbeitsjahrzehnten in den Ruhestand verabschiedet. Nicoleta Romoșan dankte den Anwesenden für die langjährige Zusammenarbeit, das respektvolle Miteinander und für das entgegengebrachte Vertrauen.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen zunächst die Eckpunkte und Planungen zum Sachsentreffen, das dieses Jahr vom 19. bis 20. September in Schönau/Șona stattfindet. Über ein erstes Treffen, gemeinsam mit dem Bürgermeister von Schönau, konnte Radu Nebert, Vorsitzender des Siebenbürgenforums berichten.
Das Thema „Jugend“ steht beim Sachsentreffen in diesem Jahr im Fokus: Mehrere Jubiläen im Bereich Jugend- und Bildungsarbeit in Siebenbürgen und Deutschland gaben den Ausschlag dazu. So werden neben den drei großen Jubiläen „20 Jahre Jugendwerk der evangelischen Kirche“, „30 Jahre Gründungsbeschluss der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen“ (ADJ) und „40 Jahre Gründung der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland“ (SJD) auch drei kleinere Jubiläen begangen: Die Kinderspielstadt in Seligstadt/Seliștat feiert ihr 15-jähriges und das Jugendzentrum in Holzmengen/Hosman sein 30-jähriges Bestehen. Zudem findet die Siebenbürgisch-Sächsische Akademiewoche, die alljährlich Studierende aus Siebenbürgen und Deutschland in Rumänien zusammenbringt, zum vierzigsten Mal statt.
Anlässlich der zahlreichen Jugend-Jubiläen hatte das DFDS in diesem Jahr einen Motto-Wettbewerb zum Sachsentreffen in den sozialen Netzwerken ausgeschrieben. Die Wahl fiel auf den Vorschlag von Matthias Belean aus Groß Alisch/Seleuș: Das Gewinner-Motto „Jugend bewegt Siebenbürgen“ wurde in der Vertreterversammlung bestätigt.
Der Ablauf des Sachsentreffens wurde durch die Organisatoren in Absprache mit der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien im Vergleich zu den Vorjahren verändert: Das Treffen findet nunmehr am Samstag und Sonntag statt. Ab Freitag bereits startet das vom Deutschen Jugendverein Siebenbürgen organisierte Treffen der siebenbürgisch-sächsischen Volkstanzgruppen. Am Samstag liegt der Schwerpunkt auf der jungen Generation sowie den Jubiläumsfeierlichkeiten der Jugendorganisationen. Zusätzlich werden Ausflüge und Besichtigungen zum Schloss Kokelburg/Cetatea de Baltă und nach Blasendorf/Blaj, eine Weinverkostung und ein Ball angeboten (mit Anmeldung). Der Sonntag ist nun der Haupttag des Treffens: An diesen Tag findet der Festgottesdienst, die Festveranstaltung mit Verleihung der Honterus-Medaille und der Trachtenaufmarsch statt. Außerdem steht eine Podiumsdiskussion zum Thema „Jugendarbeit“ mit Andrea Rost (stellvertretende Vorsitzende des DFDS), Natalie Bertleff (Bundesjugendleiterin der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland) und Corina Stănese (Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen) und eine Buchvorstellung mit Diskussion zum neu aufgelegten Buch „Schwarze-Kirche-Prozess“ im Programmentwurf.
Der Geschäftsführer des Siebenbürgenforums Winfried Ziegler berichtete von einer Kürzung der Förderung durch das Minderheitendepartment um 10 Prozent. Die Zahl der Projektanträge steige jedoch von Jahr zu Jahr. Deswegen habe man eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die im Laufe des Jahres einen Verteilerschlüssel erarbeiten wird, damit eine gerechte Verteilung der Gelder unter den Foren sichergestellt werden könne.
Auf der Tagesordnung stand außerdem die Vorstellung des neugegründeten Forums von Petersdorf/Petrești: Die Vorstandsmitglieder Rolf Pfaff, Helga Frühn und Inge Sommer berichteten von einer Mitgliederzahl von 80 Personen. Die Versammlung nahm das neue Forum als Filiale ins Siebenbürgenforum auf. Es sei eine große Freude zu sehen, dass nicht überall die Mitgliederzahlen zurückgingen oder gar Foren schließen müssten, sondern, dass sich eine engagierte Gruppe zusammenfinde und ein neues Forum gründe. „Man sieht, da steckt Arbeit und Energie dahinter“, so der Geschäftsführer.





