Bukarest (ADZ) – Senatspräsident Mircea Abrudean (PNL) hat die PSD aufgefordert, sich nicht länger vor der Regierungsverantwortung zu drücken – die Partei stehe in der Pflicht, sowohl einen Regierungschef vorzuschlagen als auch zu versichern, dass sie „weiter Reformen durchziehen und das Haushaltsdefizit abbauen“ werde, stellte Abrudean am Mittwoch in einem Facebook-Posting klar. Der PSD warf der Spitzenliberale dabei ausdrücklich vor, mit dem Sturz der Koalitionsregierung unter Premierminister Ilie Bolojan (PNL) gegen die Interessen des Landes gehandelt und die Bemühungen des gestürzten Kabinetts, das ausgeuferte Defizit einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen, weitgehend zunichte gemacht zu haben. Entsprechend sei die PSD aufgefordert, nicht länger auf Realitätsverweigerung zu setzen, sondern zu handeln, schrieb Abrudean.
Die Variante einer technokratischen Regierung bewertete der Senatspräsident als „unter den gegebenen Umständen unzweckmäßig“ – was Rumänien brauche, sei kein „politisches Experiment“, sondern ein möglichst stabiles politisch besetztes Kabinett, das Verantwortung für die im Eiltempo umzusetzenden „schmerzlichen, jedoch unabdingbaren Reformen“ übernehme.




