Budapest/Bukarest (ADZ) – Nach Angaben von István Kátai, eines Mitbegründers des Vereins, sollen am 12. April bei den ungarischen Parlamentswahlen mehr als drei Millionen Menschen der Partei ihr Mandat anvertraut haben. Das sei ein klares Signal für Veränderung, schrieb er auf Facebook nach Berichten der Zeitung „Népszava“.
Die Initiative geht auf die Organisation „Erdélyi Kossuth Tisza Sziget“ zurück, die dem Umfeld von Tisza-Parteichef Peter Magyar zugerechnet wird. Der Verein will nach eigenen Angaben die Vergabe von Fördermitteln der ungarischen Regierung an die ungarische Minderheit in Siebenbürgen transparenter und gerechter machen. Zugleich versteht sich die NGO nicht als politische Organisation, sondern als Plattform für Austausch über Grenzen hinweg.
Kátai widersprach der Darstellung, die ungarische Gemeinschaft in Siebenbürgen stehe geschlossen hinter einer politischen Richtung. Viele hätten aus Angst geschwiegen, sagte er. In den vergangenen Wochen habe er mehr als 2000 Nachrichten von Unterstützern erhalten. Es sei nicht hinnehmbar, dass wenige im Namen aller sprechen, obwohl viele anders denken. Der Verein will nach eigenen Angaben lokale Gemeinschaften stärker einbinden und Entscheidungen an konkreten Problemen ausrichten. Ziel sei es, den Dialog neu zu beleben und Gräben innerhalb der ungarischen Gemeinschaft sowie darüber hinaus zu überbrücken.
Zu den Unterstützern zählen laut Kátai auch Árpád Gálfi, der frühere Bürgermeister von Oderhellen/Odorheiu Secuiesc.





