Vertrag für Neugestaltung der Fabrikstadt unterzeichnet

34 Millionen Euro für Sanierung mehrerer Plätze und Straßen

Temeswar (ADZ) – Der Temeswarer Bürgermeister Dominic Fritz (USR) hat den Ausführungsvertrag für die umfassende Neugestaltung des Bereichs um den Fabrikstädter Hauptplatz (heute: Trajansplatz/Piața Traian, früher auch Kossuthplatz) unterzeichnet. Damit können die Arbeiten an dem auf insgesamt 34 Millionen Euro veranschlagten Stadterneuerungsprojekt beginnen. Ein erheblicher Teil der Finanzierung stammt aus nicht rückzahlbaren EU-Mitteln. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll der Baustart im kommenden Monat erfolgen. Die Maßnahmen betreffen einen öffentlichen Raum von rund 60.000 Quadratmetern im Stadtteil Fabrikstadt. Ziel ist die städtebauliche Aufwertung des Viertels und seine Entwicklung zu einem zweiten Temeswarer Zentrum.

Vor Beginn der Bauarbeiten will die Stadt eine Informationsveranstaltung für Anwohner und Gewerbetreibende organisieren, bei der die einzelnen Bauphasen vorgestellt werden sollen. In der Vergangenheit war es im Zusammenhang mit dem Projekt wiederholt zu kontroversen Diskussionen gekommen. Die Arbeiten sollen etappenweise durchgeführt werden, um die Beeinträchtigungen für Bewohner und Betriebe möglichst gering zu halten.

Geplant sind die Sanierung beschädigter Straßen, die Erneuerung der Straßenbahngleise sowie der Austausch veralteter Versorgungsleitungen. Zudem sollen die Grünflächen erweitert und 355 neue Bäume gepflanzt werden. Die Maßnahmen erstrecken sich auf mehrere Straßenabschnitte, darunter Teile des Boulevards des 3. August 1919, der Ion-Luca-Caragiale-Straße, der Dr.-Gheorghe-Marinescu-Straße, der Bischof-Josef-Lonovics-Straße, der Ernest-Neumann-Straße, der Dacilor-Straße, der Ștefan-cel-Mare-Straße, der Anton-Pann-Straße, der Titel-Petrescu-Straße, der Costache-Negruzzi-Straße, der Petre-Ispirescu-Straße, der Ecaterina-Teodoroiu-Straße, der Zăvoi-Straße sowie der Ion-Mihalache-Straße.

Die Bauzeit wird mit rund zwei Jahren veranschlagt. Auftragnehmer ist eine Arbeitsgemeinschaft aus dem rumänischen Ableger des österreichischen Baukonzerns Porr und einem anderen rumänischen Unternehmen. Der Wert des Ausführungsvertrags beträgt 109,5 Millionen Lei ohne Mehrwertsteuer. Von den Gesamtkosten in Höhe von 34 Millionen Euro entfallen nach Angaben der Stadt mehr als 14 Millionen Euro auf Fördermittel aus dem Regionalprogramm West 2021–2027.