Bukarest (ADZ) – Nach Ablauf der Bewerbungsfrist für die Einreichung der Bewerbungen für die Leitungsämter der wichtigsten Ermittlungsbehörden im Land steht zumindest eines fest: es kommt zum Wechsel an der Spitze. Denn die bisherigen Chefs der Generalstaatsanwaltschaft und der Antikorruptionsbehörde (DNA) sind offenbar nicht mehr an ihren bisherigen Stellen interessiert. So möchte DNA-Chef Marius Voineag jetzt eher stellvertretender Generalstaatsanwalt werden. Insider kommentierten, dass Voineag sich wohl aus dem Fadenkreuz öffentlicher Kritik nehmen will: Dezernenten warfen ihm in der Dokumentation von Recorder vor, sich in laufende Verfahren zugunsten prominenter Angeklagter einzumischen.
Auch Generalstaatschef Alex Florența hat nicht vor, sich um eine weitere Amtszeit zu bewerben und sieht es stattdessen auf eine Stellvertreterfunktion bei der DIICOT ab. Alina Albu, die Leiterin dieser Schwerpunktbehörde, die auf Strafverfolgungen im Bereich der organisierten Kriminalität spezialisiert ist, will immerhin als einzige der drei Chefs weiter im Amt bleiben.
Nach Angaben des Justizministeriums gingen insgesamt 19 Bewerbungen für sechs Führungspositionen bei der Generalstaatsanwaltschaft sowie bei DNA und DIICOT ein.
Die Justizpersonalien sind ein brisantes Politikum: Präsident Nicușor Dan, der die Behördenleitungen ernennt, stellte klar, dass er die Vorschläge des Justizministers, der die Bewerbungsgespräche führt, nicht einfach abzunicken gedenke.





