Bukarest (ADZ) – Katastrophenschutzchef Raed Arafat spricht sich für eine Einschränkung des Zugangs von Minderjährigen zu sozialen Netzwerken aus. Rumänien müsse sich mutig Staaten wie Frankreich, Australien oder Norwegen anschließen, die entsprechende Regeln bereits eingeführt haben oder prüfen, sagte Arafat. Soziale Netzwerke seien kein ideologisches Thema, sondern eine Frage der öffentlichen Gesundheit und des Kinderschutzes, da Plattformen sich nachweislich negativ auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auswirkten. Schutzmaßnahmen bedeuteten keine Zensur, sondern Verantwortung und Prävention, betonte Arafat. Wie bei Tabak, Alkohol, Glücksspiel oder Filmen für Erwachsene müsse anerkannt werden, dass soziale Netzwerke für Minderjährige ein hohes Risiko darstellten und mit gezielten Mechanismen zur Aufmerksamkeitsbindung und Suchtförderung arbeiten. Kinder verfügten nicht über die nötige emotionale und neurologische Reife, um sich dagegen zu schützen. Innenminister Cătălin Predoiu (PNL) lehnte eine Beschränkung ab.





