Bukarest (ADZ) – Daten aus einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Regierung zeigen Ungleichgewichte und hohe Verluste in einzelnen staatlichen Branchen. Die Zahlen entsprechen dem Niveau von 2024. Den höchsten durchschnittlichen Personalaufwand verzeichnet der Bereich Verteidigung, Ordnung und Sicherheit (VOS) mit Bruttolöhnen von monatlich 13.550 Lei je Beschäftigten. In der Gesundheit liegt der monatliche Verdienst bei knapp über 12.000 Lei, in der Bildung bei 9990 Lei. Am niedrigsten ist er mit 7434 Lei in der Sozialhilfe.
Im Bildungsbereich machen Löhne über 66 Prozent der Gesamtausgaben aus. Im Verteidigungs- und Ordnungswesen kostet das Personal etwas über die Hälfte des Etats, in der Kultur knapp 41 Prozent und in der Gesundheit fast 29 Prozent. Im Jahr 2024 beliefen sich die Personalausgaben des rumänischen Staates auf annähernd 165 Milliarden Lei, mehr als neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts, also nahe am EU-Durchschnitt von etwa zehn Prozent – bei jedoch weit geringerer wirtschaftlicher Entwicklung und deutlich schlechterer Qualität der öffentlichen Dienste, so der Bericht.
Der Bericht beleuchtet auch die Lage der Staatsbetriebe. Von 1735 Firmen, an denen der Staat beteiligt ist, gelten nur 1421 als aktiv; über 300 haben noch nicht einmal ihre Jahresabschlüsse eingereicht. 203 Unternehmen erhalten jährliche Subventionen von insgesamt rund 14 Milliarden Lei. Obwohl sie nur 18 Prozent aller staatlichen Firmen ausmachen, verursachen diese subventionierten Betriebe annähernd ebenso hohe Personalkosten wie die 904 sich selbst finanzierenden Unternehmen zusammen. Allein 43 subventionierte Verlustbetriebe verursachen Lohnkosten von 5,4 Milliarden Lei – das entspricht 17 Prozent der gesamten Personalkosten aller staatlichen Firmen. Zu den größten Verlustbringern zählen zum Beispiel die Bahngesellschaften und kommunale Dienstleister, wohingegen Hidroelectrica, Romgaz, Transgaz, Transelectrica und der Bukarester Flughafen ohne Subventionen auskommen und Gewinn machen.





