Bukarest (ADZ) – Die Zentralbank rechnet für Ende 2026 mit einer Inflationsrate von 5,5 Prozent, 1,6 Prozentpunkte über der bisherigen Prognose. Laut BNR-Chef Mugur Isărescu preisten die Banker die Folgen der Nahostkrise und die gestiegenen Energiepreise ein. Die sogenannte „Hormus-Inflation“ infolge der Spannungen rund um die Straße von Hormus habe die Entwicklung zusätzlich verschärft, so Isărescu. Vor Journalisten sagte er, dass die Inflation im Juli zunächst auf rund elf Prozent steigt und danach wieder sinkt. Erst 2027 soll die Teuerung mit 2,9 Prozent in den Zielkorridor der Nationalbank zurückkehren. Voraussetzung dafür sei allerdings „ein Mindestmaß an politischer Stabilität“. Zugleich verschlechterte die Zentralbank ihre Sicht auf die Konjunktur. Für das Gesamtjahr 2025 stellt sie ein Wachstum von 0,7 Prozent fest. Auch 2026 dürfte die Wirtschaft laut Nationalbank kaum wachsen. Die Sparmaßnahmen des Staates, hohe Energiepreise und die schwache Auslandsnachfrage belasteten Konsum und Industrie, doch positive Impulse könnten EU-bezuschusste Investitionen geben.





