Bukarest (ADZ) – Während die europäischen Spitzenpolitiker der ersten, auf Donnerstag angesetzten Sitzung des als Konkurrenz zur UNO empfundenen „Friedensrates“ von US-Präsident Donald Trump weitgehend fernbleiben, begrüßen Rumäniens Politiker aller Couleur den Beschluss von Staatspräsident Nicușor Dan, dieser als Beobachter beizuwohnen: Rumäniens Teilnahme an der Sitzung des Gremiums sei auf jeden Fall zu begrüßen, er selbst hätte nicht so lange gezögert, sondern „von Anfang zugesagt“, erklärte Ex-Regierungschef Marcel Ciolacu (PSD).
Seinerseits schrieb der liberale Senatspräsident Mircea Abrudean auf der Social Media-Plattform X, Dans Teilnahme an besagter Ratssitzung unterstreiche einmal mehr Rumäniens Willen, sich für Frieden, Konfliktlösung und Wiederaufbau einzusetzen – der Beschluss des Staatschefs sei daher aus seiner Sicht „ebenso verantwortungsbewusst wie richtig“.
Auch die USR hatte nichts an Dans Teilnahme an der ersten Sitzung des voll auf US-Präsident Trump zugeschnittenen Gremiums auszusetzen: Wie auch andere „europäische Elemente“ habe Rumänien auf den Status eines Beobachters gesetzt – diese Teilnahme gehe seiner Meinung nach in Ordnung, da sie an keinerlei finanzielle Verpflichtungen geknüpft sei und anschließend für „mehr Klarheit“ sorgen werde, sagte USR-Senator Ștefan Pălărie.
Wie die PSD beanstandete auch die oppositionelle ultrarechte AUR die auf den letzten Drücker erfolgte Zusage des Staatsoberhauptes: Es sei bedauerlich, dass ein derart wichtiger Beschluss so spät gefasst worden sei. Ausschlaggebend sei jedoch letztlich, ob Rumänien sich mit diesem „Sitz an der Tischecke“ zufriedengeben wolle oder „eine wichtigere Rolle“ in besagtem Gremium anstreben werde, verlautete AUR-Sprecher Ștefăniță Avramescu.





