Bürgermeister verbannen Spielhallen aus mehreren Städten

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Bukarest (ADZ) – Eine Vorschrift in der inzwischen auch im Amtsblatt veröffentlichen Notverordnung zur Verwaltungsreform macht es möglich: Städte können selbst entscheiden, ob sie Spielhallen wollen oder nicht. Und immer mehr Bürgermeister signalisieren parteiübergreifend Bereitschaft, sie verbieten zu wollen. So will der Stadtherr von Jassy, Mihai Chirica, reinen Tisch machen: „Ich glaube nicht, dass das BIP Rumäniens, die Wiederherstellung der Handelsbilanz oder der Abbau des Haushaltsdefizits von Glücksspielen abhängen. Solange ich Bürgermeister bin, wird es in der Stadt nicht mehr überall Glücksspiele geben“, sagte er. Auch der Bürgermeister von Slatina, Mario De Mezzo, kündigte an, einen Beschluss des Stadtrats zur Untersagung von Glücksspielaktivitäten im Stadtgebiet einzubringen. „Raus aus Slatina mit allen Automaten, die ein ganzes Land ins Unglück gestürzt haben“, schrieb er auf Facebook.

Zum Verfahren erklärte er, die Schließung werde schrittweise erfolgen, sobald bestehende Genehmigungen auslaufen. Die Bürgermeister von Brăila und Radautz wollen ähnlich vorgehen. In Szeklerburg/Csikszereda/Miercurea-Ciuc fährt Bürgermeister Attila Korodi einen differenzierteren Kurs: Zwar soll es keine Spielhallen in Wohnvierteln mehr geben, doch für die Dienstleistungsgebiete in größerer Entfernung von Wohnbereichen wollen die Behörden vor einer endgültigen Entscheidung eine öffentliche Debatte organisieren, bei der auch betroffene Akteure und Vertreter der Zivilgesellschaft gehört werden sollen.