Ciolacus Sonderbeauftragter nennt AUR-Chef einen „kleinen Landesverräter“

Simion soll für Rumäniens Visa-Waiver-Ausschluss geworben haben

Archivfoto: Inquam Photos

Bukarest/Elgin-Illinois (ADZ) - Der rumänischstämmige US-Unternehmer Dragoș Sprînceană, den Ex-Regierungschef Marcel Ciolacu (PSD) vor einem Jahr wegen seiner Nähe zu den Republikanern und vor allem zur MAGA-Bewegung um US-Präsident Donald Trump zum Sondergesandten seiner Koalitionsregierung in den USA ernannt hatte, erhebt schwere Vorwürfe gegen AUR-Chef George Simion: In einem Posting bei der Social-Media-Plattform X warf Sprînceană dem rumänischen Rechtspopulisten am Wochenende vor, im letzten Frühjahr über alle verfügbaren Kanäle für Rumäniens Ausschluss aus dem Visa-Waiver-Programm lobbyiert zu haben, das bekanntlich visafreie Einreisen in die USA ermöglicht.

Sprînceană eröffnete, letztes Frühjahr in Begleitung des damaligen Vorsitzenden der zentralen Bundeswahlkommission der USA (Federal Election Commission/FEC), Trey Trainor, einen Rumänien-Besuch unternommen und aus diesem Anlass auch ein Gespräch mit Präsidentschaftskandidat Simion geführt zu haben – dabei habe der AUR-Chef gegenüber Trainor „in angetrunkenem Zustand“ enthüllt, wen er in den USA alles zwecks Rumäniens Ausschluss aus dem Visa-Waiver-Programm angesprochen habe, da er sich davon im Kontext des Präsidialwahlkampfes Aufwind gegenüber dem Koalitionskandidaten Crin Antonescu versprochen hatte. Simion sei de facto „ein kleiner Landesverräter“, der während seiner USA-Besuche stets mit Millionen Dollar um sich werfe, in der Hoffnung, endlich von ranghohen Mitgliedern der US-Verwaltung empfangen zu werden, schrieb Sprîncean˛ weiter bei X.

Die AUR konterte prompt: Die Vorwürfe seien nichts als „Meinungen und Auslegungen“ einer Ex-Premier Ciolacu und dessen Koalitionsregierung nahestehenden Person, teilte die Partei in einer Aussendung mit.