Bukarest (ADZ) – Die am Montag veröffentlichten Ergebnisse zweier nach dem Sturz der Koalitionsregierung unter Premier Ilie Bolojan (PNL) durchgeführten Umfragen der Meinungsforschungsinstitute CURS und INSCOP zeichnen ein verändertes politisches Bild – zum einen liegt die PNL laut INSCOP erstmals vor der PSD in der Wählergunst, zum anderen spricht sich, CURS zufolge, die Mehrheit der Rumänen für Neuwahlen aus.
Gegenüber den CURS-Demoskopen gaben 56 Prozent der Befragten an, vorgezogene Neuwahlen als beste Lösung für die aktuelle politische Krise zu erachten, während 41 Prozent sich dagegen aussprachen. 82 Prozent der Befragten sehen ihr Land zudem „auf dem falschen Weg“, bloß 28 Prozent führten an, optimistisch in die Zukunft zu blicken. In Sorge erklärten sich die Befragten vor allem wegen der hohen Inflationsrate (81%), der politischen Krise (59%), der Korruption (38%), der Sicherheit des Landes (36%), der Spritpreise (31%) und der zunehmenden Stellenstreichungen (21%). Das meiste Vertrauen unter den heimischen Politikern genießt nach wie vor der prorussische ultrarechte Ex-Präsidentschaftskandidat Călin Georgescu, der auf 32% kam, gefolgt von Staatspräsident Nicușor Dan (31%), Interims-Premier Ilie Bolojan (25%) und AUR-Chef George Simion (23%). PSD-Chef Sorin Grindeanu belegt mit 21% bloß Platz 5 in der Wählergunst.
Eine Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts INSCOP sieht die PNL indes erstmals seit sechs Jahren auf Platz 2 in der Wählergunst und damit vor der PSD liegen: Ihren Ergebnissen zufolge führt die AUR mit 38,2% nach wie vor in der Wählergunst, gefolgt von der PNL, die auf 20,3% kam. Die PSD liegt bei 17,5%, die USR bei 10% und der UDMR bei 5%, während die restlichen Parteien alle an der Parlamentshürde scheitern würden.





