Dan Șova unter internationalem Beschuss

Bukarest (ADZ) - Der neue Minister für die Beziehungen zum Parlament, Dan Șova, steht wegen seiner Holocaust-Leugnung international am Pranger. In Deutschland forderte CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz am Wochenende Șovas umgehenden Rücktritt: „Ein Politiker, der die Verfolgung und Ermordung der rumänischen Juden abstreitet, ist (...) untragbar“, sagte Polenz. Der Zentralrat der Juden in Deutschland warf die Frage auf, „inwieweit Rumänien tatsächlich in der europäischen Wertegemeinschaft angekommen ist“, so dessen Präsident Dieter Graumann. Șova hatte behauptet, dass in Rumänien während des mit Nazideutschland verbündeten Antonescu-Regimes „kein Jude zu Schaden gekommen“ sei. Tatsächlich jedoch wurden mindestens 280.000 Juden ermordet.