Bukarest (ADZ) – Der UDMR-Vorstand ist diese Tage bemüht, seinem Orbán-hörigen Chef Hunor Kelemen den Rücken zu stärken: So hob der einflussreiche Bürgermeister von Sfântu Gheorghe, Arpad Antal, im Gespräch mit dem Nachrichtensender Digi 24 hervor, dass man „geschlossen“ hinter Kelemen stehe – es gebe keinen Grund für dessen Rücktritt, da der UDMR im Zuge der Parlamentswahl in Ungarn „auf die gleiche politische Partei wie die hiesige ungarische Community“ gesetzt habe. Ein Rücktritt wäre bloß dann fällig gewesen, wenn der UDMR und die ungarische Minderheit in Rumänien völlig unterschiedliche politische Meinungen vertreten hätten, so Antal.
Seinerseits betonte der angezählte UDMR-Chef, bis dato von niemandem zum Rücktritt aufgefordert worden zu sein. Kelemen bestritt zudem, dass der UDMR die hiesige ungarischstämmige Wählerschaft zugunsten des abgewählten autokratischen Regierungschefs Viktor Orbán und dessen FIDESZ beeinflusst habe – die ungarische Community falle auf keine Manipulationen herein, 2025 habe sie immerhin aus freien Stücken zu über 90 Prozent für Nicușor Dan als Staatspräsident gestimmt, argumentierte Kelemen.
Auch der langjährige frühere UDMR-Chef Bela Markó ruderte nach anfänglich harscher Kritik am UDMR-Vorstand einigermaßen zurück: Dies sei nicht der richtige Zeitpunkt, um die Partei führungslos zu lassen – er selbst sehe den UDMR-Vorstand eher als „Geisel“ der ungarischen Minderheit und deren überdeutliche politische Option, sagte Markó dem öffentlich-rechtlichen Sender TVR. Auf die künftigen Beziehungen zwischen Budapest und dem UDMR angesprochen, erklärte Markó, dass die neue ungarische Regierung ihre Unterstützung für die ungarische Minderheit in Rumänien „wohl überdenken, jedoch nicht einstellen“ werde.





