Bukarest (ADZ) – Die Dienstaufsichtsabteilung des Justizrates kommt nach einer Überprüfung zum Schluss, dass der viel diskutierte Dokumentarfilm der Plattform Recorder über die Zustände in der Justiz den objektiven Kontext des Gerichtsalltags mit Unterfinanzierung, Infrastrukturmängeln und Personaldefiziten nicht berücksichtigt. Auf diese Weise werden Verwaltungsentscheidungen vereinfacht und unvollständig ausgelegt – Recorder hatte aufgezeigt, wie Änderungen an der Besetzung der Spruchkörper politisch brisante Verfahren behinderten und zur Verjährung von Straftaten führten.
Die Chefin des Obersten Gerichtshofs, Lia Savonea, beeilte sich, die Arbeit der Journalisten auf der Grundlage des Dienstaufsichtsberichts zu kritisieren, da sie das Vertrauen in die Justiz beschädigt habe. Allerdings rügten auch mehrere Richter das Gutachten ihrer Kollegen, das ihrer Ansicht nach unter gravierenden Mängeln leide: Die dort enthaltenen Informationen seien nicht mit konkreten Unterlagen untermauert.





