Entlassungen in der Verwaltung sorgen für Reibereien – auch CNCD eingeschaltet

Bukarest (ADZ) – Der Stellenabbau in der Zentralverwaltung stellt sich problematisch dar. Für Empörung sorgt dieser Tage eine Aussage von Regierungsgeneralsekretär Radu Oprea, der den Abbau von 70 Stellen in seinem Dienstbereich mit den Zuständen im Vernichtungslager Auschwitz vergleicht. Nur dort seien Menschen auf Zahlen reduziert worden, fand er. Der stellvertretende PNL-Vorsitzende Alexandru Muraru forderte daraufhin Opreas Rücktritt und sprach von einer schweren Verharmlosung des Holocaust. Auch Sebastian Burduja, ehrenamtlicher Berater von Premier Ilie Bolojan und früherer Energieminister, wurde für „pauschalisierend stigmatisierende Aussagen“ zum staatlichen Personal scharf kritisiert und vom Gewerkschaftsbund der Beschäftigten im Regierungsapparat (SAALG) beim Landesrat zur Bekämpfung von Diskriminierung (CNCD) angezeigt. In einem Interview hatte Burduja erklärt, es gebe im Staatsdienst „drei Arten von Angestellten: Unfähige, Diebe oder Verrückte“. Auch die Gewerkschaft im Europaministerium reagierte. In einer Stellungnahme heißt es, die Worte verletzten die Würde Hunderttausender Beschäftigter, die verantwortungsvoll arbeiteten. Genannt werden Lehrer, Ärzte, Militärangehörige, Polizisten und Beamte, die EU-Mittel verwalten. Die Gewerkschaft forderte eine Rücknahme der Aussage und eine öffentliche Entschuldigung.

Burduja erklärte später, er habe nur betonen wollen, dass gute Fachkräfte einen „Rumänien-Fimmel“ haben, da sie trotz deutlich höherer Gehälter in der Privatwirtschaft im Staatsdienst blieben. Wer für 1000 bis 1200 Euro zwölf bis 14 Stunden arbeite, obwohl er privat das Dreifache verdienen könne, treffe eine ungewöhnliche Entscheidung, meinte er.

Unterdessen meldete die Kanzlei des Premierministers Einsparungen von fast zehn Millionen Lei für 2025, ein Minus von fast 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den größten Anteil habe die Neuordnung der Fahrdienste gehabt: Seit Sommer 2025 fahren die Würdenträger ihre Dienstwagen selbst.