Entsalzungsanlage an Kleiner Kokel in Betrieb

Neue Trinkwasseraufbereitung nach Praid-Desaster

Symbolfoto: pixabay.com

Bukarest/Fântânele (ADZ) – Die erste von drei Entsalzungsanlagen an der Kleinen Kokel/Târnava Mică hat am Montag in der Gemeinde Fântânele im Kreis Mureș den Betrieb aufgenommen. Entsprechend einem Bericht der Nachrichtenagentur Agerpres handelt es sich um die erste Umkehrosmoseanlage zur Wasseraufbearbeitung in Rumänien. 

Die Anlagen sind in Folge der Überschwemmung des Salzbergwerks Praid und des anschließenden ökologischen Desasters Anfang des Sommers nötig geworden, um die Trinkwasserversorgung für rund 40.000 Menschen den Fluss entlang bis Sankt Martin/Târnăveni wiederherzustellen. Laut dem Kreisratschef von Mureș, Peter Ferenc (UDMR), handelt es sich um eine langfristige Lösung, zwei weitere Aufbearbeitungsanlagen sind bei Schöndorf/Suplac und Sankt Martin vorgesehen.

Das Unternehmen Aquaserv S.A., Wasserversorger für über 100 Ortschaften in Mureș und zwei weiteren Kreisen, gab in einer Mitteilung an, dass weiter auch nach alternativen Rohwasserquellen gesucht werde. Die Vertragskosten für die Anlagen bei Fântânele und Schöndorf belaufen sich auf je 3,2 Millionen Lei (zzgl. MwSt.), für diejenige bei Sankt Martin auf 11 Millionen Lei.