Bukarest/Brüssel (ADZ) – Zehn Länder fordern eine Überarbeitung des EU-Emissionshandels. In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Antonio Costa drängen ihre Staats- und Regierungschefs, darunter auch Präsident Nicușor Dan, auf rasche Anpassungen zum Schutz der Industrie. Entscheidungen zur Wettbewerbsfähigkeit würden Wohlstand, technologische Führungsrolle und strategische Autonomie Europas auf Jahrzehnte prägen.
Konkret kritisieren die Staaten die derzeitige Entwicklung des Emissionshandelssystems ETS. Der geplante Kurs bis 2034 sei zu steil und belaste Unternehmen in einem ohnehin schwierigen Umfeld. Hohe Energiepreise und der schrittweise Wegfall kostenloser Emissionszertifikate könnten zentrale Industriezweige gefährden. Die Länder bekennen sich zwar zum ökologischen Umbau, warnen jedoch vor Überforderung. Sie fordern, in der heute „kritischen Lage“ den Einfluss auf Strompreise zu dämpfen und starke Schwankungen beim CO2-Preis zu begrenzen. Zudem solle die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten über 2034 hinaus verlängert und der Abbau ab 2028 langsamer erfolgen. Ohne Anpassungen drohe der Verlust industrieller Stärke.





