Bukarest (ADZ) – USR-Chef Dominic Fritz hat im Gespräch mit dem Nachrichtensender Antena 3 eine Fusion zwischen seiner Reformpartei und den Liberalen nach dem Vorbild PDL-PNL ausgeschlossen. Fritz stellte klar, dass man zwar gemeinsam und als ebenbürtige Partner den Kampf gegen den „Koloss PSD-AUR“ antrete, beide politische Parteien jedoch sowohl eine unterschiedliche Geschichte als auch unterschiedliche Wählerstrukturen haben. Was man teile, sei eine „gemeinsame Vision über ein modernes, starkes Rumänien“, das Land benötige eine viel breitere Reformbewegung als die USR bisher habe, um sich vereinen zu können. Um an der Omnipräsenz der PSD an der Macht rütteln zu können, seien geeinte Kräfte nötig, zumal die PSD selbst im Fall magerer Wahlergebnisse nichtsdestotrotz an die Macht strebe, um über die Ressourcen des Landes verfügen zu können.
Dies sei der Grund, weswegen seine Partei und die Liberalen beschlossen hätten, ihre Kräfte zumindest für die kommenden Jahre, einschließlich im Hinblick auf das Wahljahr 2028, zu bündeln. Doch stünden vorerst keineswegs Wahlstrategien im Vordergrund, sondern hauptsächlich eine engere Abstimmung im Kontext der aktuellen politischen Krise, erläuterte Fritz. Der USR-Chef fügte hinzu, dass der „Reformpol“ um PNL und USR bis dato noch nicht vertraglich formalisiert wurde – man wolle zunächst eruieren, ob und um wieviel stärker man gemeinsam gegen einen politischen Koloss namens PSD-AUR sei, der offenkundig „die Zeit zurückdrehen“ wolle.
Tatsächlich hat der Schulterschluss zwischen PNL und USR die Mehrheitsverhältnisse im Parlament über Nacht geändert: Gegenwärtig sind PNL und USR nämlich die stärkste Kraft im Parlament – gemeinsam kommen sie auf 133 Parlamentarier, während die PSD mit 129 bloß zweitstärkste Kraft ist.





