Gestohlener Daker-Helm ist zurück: Diebe übergeben Beutegut

Keine Angaben der Behörden zu Auftraggebern hinter Museumsraub in Assen

Die Kunstschätze wurden im Museum in Assen unter strengem Polizeischutz präsentiert. Der Helm aus der Zeit um 450 vor Christus ist nach Angaben von Museumsdirektor Robert van Langh leicht eingedrückt, aber nicht dauerhaft beschädigt: „Die beiden Armreifen sind in perfektem Zustand“. Ein dritter Armreifen fehlt noch. | Foto: Sem van der Wal / EPA / Agerpres

Den Haag/Bukarest (ADZ) – Der goldene Daker-Helm von Coțofenești und zwei der drei gestohlenen dakischen Goldarmreifen sind nach Rumänien zurückgekehrt. Die Objekte waren Anfang 2025 aus dem Drents-Museum in den Niederlanden entwendet worden. 

Rumänische Staatsanwälte nahmen die Artefakte unter hohen Sicherheitsvorkehrungen im Assener Museum entgegen.

Außenministerin Oana Țoiu erklärte, Rumänien werde einen Teil der fast sechs Millionen Euro Entschädigung „verhältnismäßig“ zurückzahlen, sobald Gutachter den Zustand der Stücke bestätigen. Der Helm weist laut Ermittlern nur leichte Verformungen auf, die vollständig behoben werden können. Die Armreifen sind unbeschädigt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erfolgte die Rückgabe über die Anwälte der Beschuldigten. Zuvor hatten Ermittler Schuldvereinbarungen mit den Verdächtigen geschlossen, die Hinweise zum Verbleib der Objekte lieferten. Details sollen vor Gericht erörtert werden. Der Prozess gegen drei Tatverdächtige, die sich derzeit in Haft befinden, beginnt Mitte April. Einzelheiten über eventuelle Drahtzieher oder Auftraggeber hinter dem Museumsraub wurden bisher nicht genannt. 

Die Tat ereignete sich in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2025, als Täter mit Sprengstoff eine Wand des Museums beschädigten und die Schaukästen mit den Artefakten aufbrachen. Neben dem Helm wurden drei goldene Armreifen aus der Ausstellung „Dacia! Empire of Gold and Silver“ entwendet. Einer der Armreifen bleibt weiterhin verschwunden.

Der Vorfall löste seinerzeit Diskussionen über die Sicherheit international ausgeliehener Museumsobjekte aus. Der damalige Premierminister Marcel Ciolacu entließ den Direktor des Geschichtsmuseums in Bukarest, Ernest Oberländer-Târnoveanu.