Bukarest (ADZ) – Der Gewerkschaftsbund Solidaritatea Sanitară will einen landesweiten Generalstreik im Gesundheitswesen ausrufen und hat darüber auch die Regierung in Kenntnis gesetzt. Anlass sind mehrere Wirtschafts- und Sozialmaßnahmen, insbesondere eine geplante Senkung der Lohnkosten um zehn Prozent.
Nach Angaben der Gewerkschaft würde das Vorhaben zu Einschnitten bei tariflich garantierten Rechten führen.
Zusätzlich verweisen die Gewerkschafter auf bereits eingetretene Einkommensverluste. Seit dem vergangenen Jahr seien die Reallöhne durch Inflation und den Wegfall der Essenszulage gesunken. Bis Ende 2026 drohe insgesamt ein Reallohnverlust von rund 30 Prozent. Betroffen wären nach Gewerkschaftsangaben rund 162.000 Beschäftigte in etwa 312 öffentlichen Gesundheitseinrichtungen.
Gesundheitsminister Alexandru Rogobete erklärte, er lehne eine Kürzung der Einkommen des medizinischen Personals ab und dass Gespräche mit den Gewerkschaften liefen.





