Grindeanu „bewertet“ Bolojan weiter

Koalitionsverbleib der PSD nach wie vor in der Schwebe

Sorin Grindeanu | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – PSD-Chef Sorin Grindeanu scheint vom jüngsten Erfolg des Regierungschefs vor dem Verfassungsgericht wenig begeistert, nachdem letzteres endlich grünes Licht für Ilie Bolojans Reform der Sonderrenten der Justizbeamten gegeben hatte: In einer Talkshow beeilte sich Grindeanu hervorzuheben, dass seine Partei nach wie vor überlege, ob sie der Koalition weiter angehören oder diese platzen lassen wolle. Auch Premier Bolojan wird offenbar weiter „bewertet“ – Grindeanu stellte nämlich klar, dass man keine gemeinsame Vision teile und verglich Bolojan dabei mit einem Feldscher, der „zuerst schneidet und erst danach misst“.

Seine Partei dürfte sich zum Verbleib in der Koalition bloß dann durchringen können, wenn das vier Milliarden Lei schwere Solidaritätspaket der PSD im Haushaltsentwurf 2026 erfasst werde, damit den Bürgern mit geschmälerten Einkommen endlich unter die Arme gegriffen werden könne, sagte Grindeanu. Zudem behauptete der PSD-Chef, dass Rumänien wohl schwerlich in eine technische Rezession gerutscht wäre, wenn auch das „Relaunch“-Paket seiner Partei zur Stützung der Wirtschaft rechtzeitig bzw. bereits letzten Herbst verabschiedet worden wäre.