Bukarest/Ilfov (ADZ) – Der Kreisratschef von Ilfov, Hubert Thuma, hat Premierminister Ilie Bolojan und dessen rechter Hand bzw. dem Bukarester Oberbürgermeister Ciprian Ciucu (alle PNL) gedroht, die Hauptstadt lahmzulegen, sollten seinem Landeskreis im Zuge der Haushaltsplanung 2026 nicht „5 Prozent der auf Hauptstadtebene geschätzten Einnahmen aus der Einkommensteuer“ zugesprochen werden.
Die Einwohner von Ilfov seien keine „zweitrangigen Bürger“, schrieb Thuma, bekanntlich Bolojans wichtigster parteiinterner Kritiker, bei Facebook – sollte der Landeskreis nicht die geforderten 5 Prozent der regionalen Einnahmen aus der Einkommensteuer erhalten, werde er persönlich ein lokales Referendum über die Ablagerung von hauptstädtischem Müll in Ilfover Deponien ansetzen lassen und zudem eine Aussetzung von Baugenehmigungen in ganz Ilfov, einschließlich in Ortschaften vor den Haupstadttoren, in Betracht ziehen. Da Ilfov de facto als „Ventil“ bzw. „Notausgang“ für die Hauptstadt fungiere, wären die Konsequenzen sofort spürbar – Bukarest würde von Müllkrisen, noch mehr Verkehrsstaus und zurückgehenden Investitionen geplagt und sogar lahmgelegt werden, schrieb Thuma.





