Koalition: Sorin Grindeanu zündelt emsig weiter

Dem PSD-Chef schwebt eine Koalition „ohne Bolojan und die USR“ vor

Bukarest (ADZ) – PSD-Chef Sorin Grindeanu kann es nicht lassen und schürt die Koalitionsspannungen weiter an: Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal G4Media sagte der PSD-Vorsitzende, das interne Referendum über den Verbleib seiner Partei in der Regierungskoalition „etwas ausweiten“ zu wollen – konkret werde er fragen lassen, ob die PSD „noch in einer Koalition mit Ilie Bolojan als Regierungschef und der USR als Koalitionspartner“ bleiben wolle. Man könne nämlich sehr wohl auch mit einer schlankeren Koalition, bestehend aus PSD, PNL und dem UDMR, und einem anderen liberalen Premierminister weitermachen, erklärte Grindeanu, demzufolge die PSD-Anhänger seiner Partei immer wieder „die mit der USR eingegangene Koalition“ vorwerfen. Bezüglich des Verhältnisses der PSD zu Premier Bolojan sagte der 52-Jährige, sie sei „keineswegs harmonisch und konstruktiv“ – ein Problem sei u. a. auch, dass die PSD „die einzige Mitte-Links-Partei in der Koalition“ sei.

Grindeanus neue Provokation erfolgt wenige Tage vor der Präsentation des Haushaltsentwurfs 2026 durch den Regierungschef in der Koalition, wobei die PSD gleichzeitig auch ihr milliardenschweres sogenanntes Soli-Paket durchboxen will.

Die liberale Abgeordnete Raluca Turcan ließ den PSD-Chef daraufhin wissen, wer Wind säe, werde Sturm ernten, während der USR-Parlamentarier Ionuț Moșteanu sich in einem Facebook-Posting über Grindeanu mokierte: „Kehre eben von einer Auslandsreise zurück, lande auf Otopeni, schaue aufs Handy und Krawumm! – die PSD tritt schon wieder aus der Koalition aus“. Das drohe sie mittlerweile zwar „im Wochentakt“ an, doch sei Sorge falsch an Platz – die PSD wisse nur allzu gut, dass sie auf den Oppositionsbänken bis 2028 faktisch implodieren würde, schrieb Moșteanu.