Bukarest (ADZ) – Nach Angaben des liberalen Fraktionschefs im Oberhaus, Daniel Fenechiu, überlegt die PNL-Spitze in diesen Tagen, einen außerordentlichen Parteitag einzuberufen, auf dem „einige Aspekte betreffend den Weg der Partei in den kommenden zweieinhalb Jahren“ geklärt werden sollen – allen voran der geplante Gang in die Opposition, sollte die PSD das Regierungsruder übernehmen. Ein einschlägiger Beschluss sei allerdings noch nicht gefasst worden, hob Fenechiu hervor.
Die Einberufung eines außerordentlichen Parteikonvents, der frühestens im Sommer steigen könnte, dürfte allerdings unvermeidlich werden, sollten die sogenannten „Putschisten“ in der PNL bzw. der PSD-nahe Flügel um Interims-Innenminister Cătălin Predoiu und den Ilfover Kreisratschef Hubert Thuma keine Ruhe geben und weiter auf eine Aussöhnung mit der PSD sowie Wiederbelebung der verblichenen Koalition drängen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hatte der Generalsekretär der PNL, Dan Motreanu, den „Putschisten“ in der Partei bereits vor zwei Wochen einen außerordentlichen Parteitag und damit einhergehenden Verlust ihrer Parteiämter in Aussicht gestellt, sollten sie weiter Sturm gegen den von der erweiterten PNL-Führung beschlossenen Gang in die Opposition laufen.
Der erste stellvertretende PNL-Vorsitzende und amtierende Oberbürgermeister von Bukarest, Ciprian Ciucu, räumte jüngst im Gespräch mit dem Nachrichtensender Digi 24 ein, dass besagtes Thema parteiintern noch längst nicht „gegessen“ sei, er selbst rechne mit einem zunehmenden Druck seitens der „Putschisten“. Wenn man etliche Jahre lang an der Macht gewesen sei und nun plötzlich den Gang in die Opposition antreten wolle, gebe es unvermeidlich stets auch einige Stimmen, die dagegen seien, sagte Ciucu.




