Bukarest (ADZ) – Die staatliche Atomstromgesellschaft Nuclearelectrica hat auf eine Rüge des amtierenden Regierungschefs mit einem Börsenbrief reagiert. Im Schreiben an die Bukarester Börse heißt es, das Projekt kleiner modularer Reaktoren (SMR) in Doicești habe „ein enormes Potenzial“ für die Entwicklung der rumänischen Atomindustrie. Bolojan hatte in einem Interview für Hotnews erklärt, Nuclearelectrica habe bereits mehr als 240 Millionen Dollar versenkt und Rumänien riskiere, am Ende nur „mit einem Grundstück und einigen Papieren“ dazustehen. Die Äußerung fiel im Zusammenhang mit der Debatte über staatliche Investitionen und Sparmaßnahmen in Energieunternehmen.
Nuclearelectrica weist die Vorwürfe zurück. Das Projekt sei Teil der Energiestrategie und habe eine Entwicklungsphase als Vorbereitung auf den eigentlichen Bau der Reaktoren erreicht – der erste sollte nach derzeitigen Plänen 2033 fertiggestellt werden. Zu den aktuellen Schritten gehörten geotechnische Untersuchungen am Standort, das Genehmigungsverfahren sowie Verhandlungen über Material- und Lieferketten. Das Unternehmen betonte, kleine modulare Reaktoren würden auf EU-Ebene als wichtige Technologie für Energiesicherheit und Dekarbonisierung betrachtet.





