Polen und Rumänien für starke NATO-Ostflanke

Präsidenten betonen strategische Partnerschaft

Staatspräsident Nicușor Dan und sein polnischer Amtskollege Nawrocki im Gespräch auf Schloss Cotroceni im Rahmen des B9-Gipfels in Bukarest. Polen und Rumänien sind Mitgründer des B9-Formats für Länder an der NATO-Ostflanke, an dessen Gipfel auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyi teilnehmen. | Foto: Präsidentschaft

Bukarest (ADZ) – Rumäniens Präsident Nicușor Dan und sein polnischer Amtskollege Karol Nawrocki haben bei ihren Gesprächen im Cotroceni-Palast vor allem Sicherheitsfragen der NATO-Ostflanke, die Verteidigungskooperation sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit erörtert. Dan bezeichnete Polen als strategischen Partner Rumäniens. Mit Nawrocki sprach er über den Krieg in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten sowie über rumänische Soldaten in Polen und polnische Soldaten in Rumänien, die in Craiova stationiert sind. Auch ein Erfahrungsaustausch zwischen dem rumänischen Engagement am Schwarzen Meer und dem polnischen an der Ostsee stand auf der Agenda. 

Nicușor Dan dankte Warschau zudem für die Unterstützung beim OECD-Beitrittsprozess Rumäniens. Nawrocki betonte, beide Länder trügen die größte Verantwortung für Europas Verteidigung. Warschau und Bukarest seien die wichtigsten strategischen Stützpunkte der NATO im Osten. Er sprach sich dafür aus, dass beide Länder nicht nur Technologie abnehmen, sondern auch selbst entwickeln und produzieren.