Premierminister nimmt auch die restlichen Sonderrenten in Angriff

Heer, Polizei, Geheimdienste: Ruhestandsalter soll angehoben werden

Regierungschef Ilie Bolojan | Archivfoto: presidency.ro

Bukarest (ADZ) – Nach seiner für verfassungskonform befundenen Reform der Sonderrenten der Richter und Staatsanwälte will Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) nun auch die restlichen Sonderrenten, nämlich der Armeeangehörigen, Polizeibeamten und Geheimdienstler, in Angriff nehmen – und zwar schon ab März. Auch hier gelte es, Nachbesserungen vorzunehmen – weniger beim Quantum der Altersbezüge, sondern vor allem in puncto Ruhestandsalter, sagte der Premierminister dem Nachrichtensender Digi24. Es sei anormal, 48- bis 52-jährige körperlich und geistig völlig fitte Beschäftigte in den Ruhestand zu versetzen, wohlwissend, dass es Jahre dauern werde, bis man Nachfolger finde und ausbilde. Sofern nicht umgehend eingeschritten und das Renteneintrittsalter in den Bereichen nationale Sicherheit und öffentliche Ordnung angehoben werde, dürfte man früher oder später „Probleme haben, ausreichend Personalnachschub zu finden“, warnte der Premier.

Bolojan betonte ausdrücklich, dass dabei keineswegs alle Kategorien über einen Kamm geschoren werden sollen – bei Angestellten des Verteidigungs- oder Innenministeriums, die einer intensiven körperlichen Belastung ausgesetzt seien, etwa Fallschirmjäger oder Gendarmen, könnten diverse Bonifikationen, einschließlich in Form eines niedrigeren Renteneintrittsalters, durchaus weiter in Betracht gezogen werden. Zur Erarbeitung der einschlägigen Gesetzesvorlagen, die bereits kommenden Monat stehen sollen, würden Experten des Innen- sowie Verteidigungsressorts herangezogen, fügte Bolojan hinzu.

Nicht zu guter Letzt teilte der Regierungschef mit, dass mittlerweile auch die Gesetzesvorlage über die Lohn-Rente-Kumulierung im Staatssektor steht und demnächst vom Kabinett gebilligt werden soll.