PSD für Erhöhung des Mindestlohns

Arbeitsminister Manole pocht auf geltendes Gesetz

Der Bruttomindestlohn liegt derzeit bei 4050 Lei, nach Steuern sind es unter 2600 Lei bzw. etwa 500 Euro monatlich. Laut der Friedrich Ebert Stiftung (FES) benötigt eine Einzelperson in Rumänien, um einen angemessenen Lebensunterhalt abdecken zu können, 4322 Lei monatlich byw. rund 850 Euro; im Herbst 2024 waren es noch 3972 Lei. | Symbolfoto: pixabay.com

Bukarest (ADZ) – Die PSD steht laut Arbeitsminister Petre Florin Manole (PSD) für eine Erhöhung des Mindestlohns ab kommendem Jahr ein. Dieser gab in einer Mitteilung am Dienstag an, dass ein angemessener Mindestlohn grundlegend sei, um von einer Arbeit menschenwürdig leben zu können; die Inflation habe in diesem Jahr die Kaufkraft um neun Prozent verringert. Manole fügte als Argumente weiter an, dass geltende Gesetze aus dem Jahr 2024 objektive Kriterien für die Berechnung des Mindestlohns vorsehen, die Produktivität in Rumänien seit 2015 mit 28,8 Prozent EU-weit am stärksten gestiegen sei und die Arbeitskosten mit 12,5 Euro pro Stunde weiterhin deutlich unter dem EU-Schnitt von 33,5 Euro pro Stunde liegen.

Während Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) sich kürzlich für eine Beibehaltung des Mindestlohns auf dem derzeitigen Wert von 4050 Lei brutto ausgesprochen hatte, gab Manole am Dienstag in einem Interview für Adevărul an, dass unter Berücksichtigung von geltendem Recht sowie der relevanten Daten des Statistikamtes eine Erhöhung zwischen 300 und 700 Lei brutto diskutiert werden müsse. Am Mittwoch, nach ADZ-Redaktionsschluss, sollten Verhandlungen der Sozialpartner zum Mindestlohn stattfinden.