Regierung plant schärfere Aufsicht über Lukoil

Offshore-Projekt eventuell Sicherheitsrisiko

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Bukarest (ADZ) – Das Energieministerium hat am Mittwoch den Entwurf eines Regierungsbeschlusses vorgelegt, der eine erweiterte staatliche Aufsicht über die von der russischen Lukoil-Gruppe kontrollierten Unternehmen in Rumänien vorsieht. Die Maßnahme stützt sich auf eine Eilverordnung vom Jahresende. Die Auslandsaktiva von Lukoil, darunter jene in Rumänien, stehen seit 21. November 2025 unter US-Sanktionen.

Laut Begründung deckt die Raffinerie Petrotel-Lukoil rund 23 Prozent des rumänischen Marktes für Erdölprodukte und etwa 18 Prozent der nationalen Pflichtlager. Eine Stilllegung könne die Versorgung mit Kraftstoffen erheblich stören. Lukoil betreibt 321 Tankstellen und fünf regionale Lager. Ein Ausfall würde Transport, Logistik und Importe über Häfen beeinträchtigen. Fehlende Mengen müssten durch Importe ersetzt werden, was Preise und regionale Versorgung belasten könnte. Als Risiko nennt die Regierung zudem das gemeinsame Offshore-Projekt Trident im Schwarzen Meer, bei dem Lukoil Mehrheitsaktionär und Betreiber ist, während Romgaz beteiligt ist. Das erhöhe die energiepolitische Abhängigkeit und schaffe rechtliche und geopolitische Risiken.