Bukarest (ADZ) – Die Verbrauchssteuer auf Standarddiesel wird um 0,3 Lei je Liter herabgesetzt – das entspricht rund elf Prozent der Abgabe. Die Maßnahme gilt während der Krise auf dem Ölmarkt und soll den Preisdruck dämpfen sowie Transport- und Vertriebskosten stabil halten. Parallel führt die Regierung für die Finanzierung der Maßnahmen eine Solidaritätsabgabe für Unternehmen ein, die in Rumänien Öl fördern und verarbeiten. Sie greift, wenn der durchschnittliche Monatspreis für Brent-Öl über 70 Dollar je Barrel liegt.
Für Firmen, die Rohöl verkaufen, beträgt die Abgabe 60 Prozent der entsprechenden Einnahmen. Zudem gilt ein gestaffeltes Modell für außergewöhnliche Gewinne. Der Satz beginnt bei 1,5 Prozent und steigt auf bis zu 9,9 Prozent, wenn der Ölpreis auf über 140 Dollar je Barrel klettert. Das Finanzministerium beeilte sich zu betonen, dass diese Steuerbelastung der Ölkonzerne – vor allem OMV-Petrom ist davon betroffen – nur befristet gilt und nur auf zusätzliche Einnahmen infolge der internationalen Marktlage abzielt. Die Mindereinnahmen durch die Steuersenkung beziffert das Finanzministerium auf rund 610 Millionen Lei, während die Erlöse aus der Solidaritätsabgabe je nach Ölpreis zwischen 70 und 650 Millionen Lei erreichen.





