Regierungschef Bolojan auf Arbeitsbesuch in Brüssel

EU-Kommission hebt „EastInvest“-Fazilität aus der Taufe

Regierungschef Ilie Bolojan | Foto: gov.ro

Brüssel/Bukarest (ADZ) – Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) hat am Donnerstag einen Arbeitsbesuch in Brüssel unternommen. Auf Bolojans Programm standen Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, mit Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis sowie der EU-Kommissarin für soziale Rechte und Kompetenzen, Roxana Mînzatu. 

Im Gespräch mit der EU-Kommissionschefin ging es vor allem die die neue Strategie, durch die ihre neun an Russland, Belarus und die Ukraine angrenzenden EU-Mitgliedstaaten – Rumänien, Bulgarien, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Slowakei und Ungarn – sicherer und widerstandsfähiger gemacht werden sollen. Neben der Entwicklung der Eastern Flank Watch, der European Drone Defence Initiative und des European Air Shield will die Kommission nämlich lokalen Behörden und Unternehmen aus besagten Ländern den Zugang zu Krediten und Beratungsleistungen durch eine neue Fazilität namens „East-Invest“ erleichtern – sie sollen bis Ende 2027 eine Kreditunterstützung in Höhe von insgesamt 28 Milliarden Euro erhalten. Die Umsetzung der Strategie soll durch einen alljährlichen hochrangigen politischen Dialog begleitet werden – die erste einschlägige Konferenz über die Stärkung der östlichen EU-Regionen stieg am Donnerstag im Beisein des rumänischen Regierungschefs.

Bolojan hatte im Vorfeld seiner Brüssel-Visite erklärt, dass die neue „EastInvest“-Fazilität der EU für unser Land zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten bedeute – insbesondere im Donaudelta und den restlichen Grenzregionen zur Ukraine. Weitere mit der Kommissionschefin besprochene Themen waren nach Bolojans Angaben der künftige mehrjährige Finanzrahmen der EU (2028 - 2034) sowie die verbliebenen Meilensteine des nationalen Aufbau- und Resilienzplans (PNRR).