Washington/Bukarest (ADZ/dpa) – Nach langen internen Diskussionen hat sich Präsident Nicușor Dan entschieden, am Donnerstag als Beobachter an der ersten Sitzung des sogenannten Friedensrates von US-Präsident Donald Trump teilzunehmen. Er folge damit einer Einladung Trumps und wolle Rumäniens Unterstützung für internationale Friedensbemühungen sowie die Bereitschaft zur Beteiligung am Wiederaufbau im Gazastreifen bekräftigen, schrieb Dan auf Facebook.
Der Staatschef berief sich auf eine im November vom UNO-Sicherheitsrat verabschiedete und von den USA initiierte Resolution. Der Beobachterstatus sei mit den von Rumänien eingegangenen internationalen Abkommen und Verpflichtungen vereinbar und stehe im Einklang mit der Resolution des UN-Sicherheitsrates vom November, erklärte der Präsident.
Rumänien ist jedoch kein Mitglied des von Trump initiierten Friedensrates. Eine formelle Einladung zur Mitgliedschaft werde geprüft. Zu klären sei, inwieweit sich die Charta des „Friedensrates“ ändern lasse, um mit Rumäniens weiteren internationalen Verpflichtungen im Einklang zu stehen, erläuterte Dan.
Das stark auf Trump zugeschnittene Gremium hatte der US-Präsident im vergangenen Monat beim Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell vorgestellt. Er stellte eine ständige Mitgliedschaft gegen einen Beitrag von einer Milliarde US-Dollar in Aussicht. Aus der Europäischen Union wollen bislang nur Bulgarien und Ungarn als Mitglieder teilnehmen. Auch Italien und Zypern wollen als Beobachter an der Auftaktsitzung teilnehmen. Belarus und die Türkei signalisierten kurz nach Trumps Ankündigung ihre Bereitschaft zur Beteiligung. Viele europäische Staaten sehen im „Board of Peace“ eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen und blieben der Gründung fern.





