Washington/Bukarest (ADZ) – In seiner kurzen Rede anlässlich der Auftaktkonferenz des von US-Präsident Donald Trump gegründeten sogenannten Friedensrates hat Staatschef Nicușor Dan vor allem die rumänische Erfahrung beim Aufbau von Institutionen im Zuge der Aufarbeitung von Krisen angeboten.
Rumänien sei bereit, eine Rolle im Gaza-Friedensplan nach Maßgabe der einschlägigen UNO-Sicherheitsratsentscheidung zu spielen, die den Friedensrat als federführend für eine Übergangszeit anerkennt: Mehr kranke Kinder aus Gaza könnten in rumänischen Kliniken behandelt werden – das würde bis zu 1000 Kindern und 4000 Angehörigen helfen. Zudem verfüge Rumänien über Erfahrung bei Notfallsystemen wie Rettungsdienst und Feuerwehr und könne beim Wiederaufbau Infrastruktur und Ausrüstung spenden.
Dan verwies auch auf potenziell mehr Stipendien für palästinensische Studenten, sowie auf Unterstützung beim Wiederaufbau von Schulen. Am wichtigsten sei jedoch die Hilfe beim Aufbau staatlicher Strukturen, etwa in Polizei, Justiz und Verwaltung. Rumänien könne Experten und Ausbilder entsenden. Zugleich pflege das Land traditionelle Beziehungen zu Juden und Palästinensern.
Präsident Dans Teilnahme als Beobachter an der ersten Konferenz des Board of Peace stieß im Inland auf Kritik, auch wegen der Zurückhaltung mehrerer westeuropäischer Staaten. Für Stirnrunzeln sorgte, dass Trump Dan als Premierminister vorstellte. Vor Journalisten bagatellisierte Präsident Nicușor Dan den Vorfall als Versprecher und bestand darauf, dass der Friedensrat nun einmal eine Initiative des strategischen Partners USA sei. Rumänien entscheide sich nicht zwischen den USA und der EU, sondern wolle für beide ein verlässlicher Partner sein. Zudem sei auch die EU-Kommission in Washington vertreten gewesen, sagte der Präsident.





