Bukarest (ADZ) – Rumänien ist bereit, sich Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Japan in ihren Bemühungen um die Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus anzuschließen. Das teilte Staatspräsident Nicușor Dan am Wochenende in einem Facebook-Posting mit. Rumäniens Entschluss sei weitgehend auf die gravierenden Auswirkungen der Blockade der Straße von Hormus auf die Energiemärkte weltweit zurückzuführen, die auch unser Land zu spüren bekomme, schrieb Dan. Gleichwohl werde sich Rumänien in keiner Weise in den militärischen Konflikt im Nahen Osten hineinziehen lassen, gemeinsam mit den internationalen Partnern sei man nach wie vor um Deeskalation bemüht, stellte der Staatschef klar.
Ein Fahrplan für die Absicherung der Meerenge am Persischen Golf steht zurzeit allerdings noch nicht fest – der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz etwa hatte einen Einsatz der Bundeswehr ausgeschlossen, solange der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran andauert. Ihrerseits hatten die EU-Staatenlenker nach dem letzte Tage gestiegenen EU-Frühjahrsgipfel in ihrer Abschlusserklärung die Bereitschaft von Mitgliedsstaaten begrüßt, die Straße von Hormus abzusichern, „sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind“. Konkret forderten die Staats- und Regierungschefs der EU vorerst jedoch lediglich eine Verstärkung der EU-Marine-missionen Aspides und Atalanta, die gegenwärtig im Roten Meer und vor der Küste Somalias im Einsatz sind. Davor hatte US-Präsident Donald Trump europäische Unterstützung bei der Absicherung der Straße von Hormus gefordert – die NATO werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA nicht dabei helfen, hatte er der „Financial Times“ jüngst gesagt.





